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News des Tages: Spaziergänger entdeckt Leichnam in zwölf Metern Höhe auf Strommast

Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt +++ Haft für Oscar Pistorius mehr als verdoppelt +++ AfD sucht im großen Stil Mitarbeiter +++ Nordkoreaner an Japans Küste gestrandet +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Spaziergänger entdeckt Leichnam in zwölf Metern Höhe auf Strommast

In einem Strommast bei Tostedt in Niedersachsen hat ein Spaziergänger einen Toten entdeckt (Symbolbild)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 19.50 Uhr: Britischer Popstar sorgt in London für Verwirrung +++

Bei dem Zwischenfall mit panischen Szenen im Zentrum Londons hat der britische Popsänger Olly Murs, 33, für zusätzliche Verwirrung gesorgt. Der Musiker schrieb am Nachmittag auf Twitter, er befinde sich im Kaufhaus Selfridges, wo es Schüsse gegeben habe. "Alle raus aus Selfridges, hier sind Schüsse. Ich bin drin." Einige Zeit später gestand er ein, sich geirrt zu haben. Es seien wohl doch keine Schüsse gefallen. Dies bestätigte am Abend auch die Polizei.

Murs ist mit Hits wie "Troublemaker" und "Heart Skips A Beat" bekannt geworden. Begonnen hat seine musikalische Karriere 2009 in der britischen TV-Castingshow "The X Factor". Murs folgen mehr als 7,8 Millionen Menschen auf Twitter. 

+++ 19.22 Uhr: Neuer Juso-Vorsitzender: Wir sind Bollwerk gegen "GroKo" +++

Der neue Bundesvorsitzende der Jungsozialisten in der SPD, Kevin Kühnert, 28, hat den Widerstand seiner Organisation gegen eine neue große Koalition bekräftigt. "Wir wollen mehr Polarisierung und Zuspitzung. Wir sind das Bollwerk gegen große Koalitionen", sagte er in Saarbrücken beim Juso-Bundeskongress. Der Berliner Kühnert wurde mit 225 von 297 Stimmen (75 Prozent) zum Nachfolger von Johanna Uekermann, 30, gewählt, die das Amt nach vier Jahren aufgab.

Die SPD solle mit dem Hinweis auf staatspolitische Verantwortung in eine neue große Koalition gedrängt werden, sagte Kühnert: "Wir brauchen keine Nachhilfe, wenn es um Verantwortung geht. Wir haben so was von die Schnauze voll, dass immer nur von Verantwortung geredet wird, wenn es um die GroKo geht."

+++ 19.15 Uhr: U-Bahn-Stationen in London wieder geöffnet +++

Nach der Panik in London am Freitagnachmittag sind die beiden U-Bahnstationen Oxford Circus und Bond Street wieder geöffnet. Alle Züge würden wieder dort halten, teilte die zuständige Behörde mit. 

+++ 18.59 Uhr: Zwischenfall in Londoner Einkaufsmeile - Polizei: Keine Schüsse +++

Bei dem Zwischenfall im Zentrum Londons hat es nach bisherigen Polizeierkenntnissen keine Schüsse gegeben. Eine Frau sei verletzt worden, als sie die U-Bahnstation Oxford Circus verließ, teilte die britische Transportpolizei am Abend mit. "Es gibt keine Berichte über weitere Opfer", hieß es in der Twitter-Mitteilung der Polizei.

+++ 18.38 Uhr: Zwischenfall in London - Augenzeugen berichten von Schüssen +++

Im Zentrum Londons hat es nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag einen schweren Zwischenfall an der U-Bahnstation Oxford Circus gegeben. Scotland Yard rief Menschen auf, Gebäude aufzusuchen oder das Areal zu meiden. Augenzeugen berichteten, dass sie Schüsse gehört hätten.

"Die Lage ist total unübersichtlich", sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur, der sich in einem nahegelegenen Restaurant versteckte. "Niemand weiß hier, was los ist. Eben sind alle Menschen in die eine Richtung geflüchtet, jetzt rennen Dutzende in die andere Richtung." Die U-Bahn-Stationen Oxford Station und Bond Street wurden geschlossen. Die Züge hielten dort nicht mehr an. 

+++ 18.02 Uhr: Regierungskreise: Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück +++

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn, Utz-Hellmuth Felcht, hat für Ende März seinen Rücktritt angekündigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.

+++ 17.30 Uhr: Mitarbeiter von Amazon in Deutschland streiken +++

 Zum Schnäppchentag "Black Friday" sind an sechs Amazon-Standorten Beschäftigte des Online-Händlers in einen Streik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich mehr als 2000 Mitarbeiter an dem Ausstand. Amazon erklärte zu den Arbeitsniederlegungen inmitten der Rabattwoche, diese hätten "keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens".
Verdi-Vertreter Thomas Voß sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Arbeitsniederlegungen liefen an allen beteiligten Standorten "sehr gut". Gestreikt wurde an den Logistik-Standorten Leipzig, Koblenz, Bad Hersfeld, Rheinberg, Werne und Graben. Am Samstag sollen die Arbeitsniederlegungen Verdi zufolge an den fünf Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg und Werne "ganztägig fortgesetzt" werden.

+++ 17.05 Uhr: 16-Jährige zu langer Haft für Tötung einer Grundschülerin verurteilt +++

Die junge Frau soll Menschen für Roboter gehalten haben. Wegen ihrer Gewaltfantasien hatte das Gericht sie im September als Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft und vorübergehend in eine geschlossene Spezialklinik einweisen lassen. Das Gericht sprach von einem "wirklich außergewöhnlichen Fall". Experten sind sich aber nach wie vor uneins, worin genau die psychische Störung der 16-Jährigen liegt und wie lange sie als Gefahr angesehen werden muss.

Der Fall hatte Großbritannien erschüttert. Auch Premierministerin Theresa May äußerte sich. "Ich schließe mich den Beileidsbekundungen für die Familie und Freunde der kleinen Katie an, die so tragisch gestorben ist", sagte sie nach Bekanntwerden der Tat im Londoner Parlament.

+++ 16.39 Uhr: Erdogan verklagt Oppositionsführer Kilicdaroglu wegen Verleumdung +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu wegen dessen Vorwürfen verklagt, die Kinder des Staatschefs hätten Millionen Dollar in Steuerparadiese geschafft. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, erstattete Erdogans Anwalt Ahmet Özel bei einem Gericht in Istanbul Anzeige und forderte 1,5 Millionen Lira (320.000 Euro) wegen "Verleumdung".

+++ 16.02 Uhr: Suche nach verschollenem argentinischem U-Boot dauert an +++

Die Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot geht nach Angaben der Marine weiter. Das kündigte Sprecher Enrique Balbi in Buenos Aires an. Am Vortag war bekannt geworden, dass es unmittelbar nach der letzten Funkverbindung mit der "ARA San Juan" am 15. November eine Explosion an Bord gegeben haben könnte. Sechs Schiffe und drei Flugzeuge mit speziellen Suchgeräten sind in einem Gebiet mit einem Durchmesser von etwa 125 Kilometern im Südatlantik im Einsatz. Mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung auf Rettung.

Ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug und ein Mini-U-Boot der US-Navy sollen den Meeresgrund bis auf eine Tiefe von 600 Metern auskundschaften. Zahlreiche weitere Schiffe und Flugzeuge aus 13 Ländern nehmen an der Suchaktion teil.


+++ 15.56 Uhr: Schülerin vor 24 Jahren vergewaltigt - Gefängnisstrafe +++

Rund 24 Jahre nach der Vergewaltigung eines damals 14-jährigen Mädchens in einer Gartenlaube in Berlin-Köpenick ist der dritte Täter verurteilt worden. Das Landgericht verhängte drei Jahre und sieben Monate Gefängnis gegen den 47-jährigen Mann. Die Tat sei "extrem gravierend und verabscheuungswürdig", hieß es am Freitag im Urteil. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden und um Vergebung für die "unmenschliche Tat" gebeten.

+++ 15.46 Uhr: Ein Toter und ein Schwerverletzter nach Geisterfahrt auf Autobahn 8 +++

Eine Geisterfahrt auf der Autobahn 8 Stuttgart-München hat nahe Leipheim (Bayern) ein tödliches Ende gefunden. Ein 36 Jahre alter Autofahrer starb, der Geisterfahrer wurde nach Angaben der Polizei schwer verletzt. Die beiden Wagen waren mit hoher Geschwindigkeit auf dem linken Fahrstreifen in Richtung München frontal zusammengeprallt. "Auf der Fahrbahn ist ein Trümmerfeld über mehrere hundert Meter", sagte ein Polizeisprecher. Der 58 Jahre alte Unfallverursacher hatte zunächst einen Sattelzug ausgebremst und dann sein Auto auf der Fahrbahn gewendet, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Grund dafür war noch unklar. Kurze Zeit nach dem Wendemanäver kam es zu dem Zusammenstoß.

+++ 15.22 Uhr: Russland will Einigung der syrischen Opposition voranbringen +++

Russland will gemeinsam mit Saudi-Arabien an einer weiteren Einigung der syrischen Opposition arbeiten. "Wir helfen mit, die Opposition in all ihren Ausrichtungen und Erscheinungsformen (...) zu vereinen", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit dem UN-Sondergesandten Staffan de Mistura in Moskau.

Die zersplitterte Opposition hatte sich bei ihrem Treffen in der saudischen Hauptstadt Riad darauf verständigt, in der kommenden Woche erstmals eine gemeinsame Delegation zu den neuen UN-geführten Friedensverhandlungen nach Genf zu schicken. Moskau wolle den Dialog mit allen Konfliktparteien fördern. "Alle Anstrengungen zielen darauf, einen echten inklusiven inner-syrischen Dialog voranzubringen", sagte Lawrow.  

+++ 14.47 Uhr: 24 Jahre nach Prostituiertenmord Verdächtiger festgenommen +++

Fast ein Vierteljahrhundert nach dem Mord an einer Prostituierten hat die Augsburger Kriminalpolizei einen Verdächtigen festgenommen. Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai sagte, es gebe mehrere neue Spuren in dem bislang ungelösten Fall von 1993, darunter auch DNA-Spuren. Der 49-jährige Verdächtige bestreite die Tat. Zunächst hatte die "Augsburger Allgemeine" berichtet, dass es im Fall des Mordes an der 36 Jahre alten Augsburger Prostituierten eine Festnahme gegeben habe. Nickolai sagte, zur Lösung des alten Falls sei bei der Kripo eine Arbeitsgruppe mit vier bis sechs Beamten gegründet worden.

Ein 16-Jähriger hatte die Tote am 25. September 1993 bei einem Spaziergang entdeckt. Neben der Frau lag ein 20 Zentimeter langer Möbelfuß aus Holz, mutmaßlich die Tatwaffe. Die Ermittler suchten Zeugen, die die Frau kurz vor der Entdeckung der Leiche an ihrem Stammplatz auf dem Straßenstrich in Augsburg gesehen haben. Letztlich konnte aber kein Täter überführt werden. 

+++ 14.42 Uhr: Steuerfahnder sorgen für Rekord bei Mehreinnahmen +++

Die Steuerfahnder in Deutschland haben im vergangenen Jahr für Rekord-Mehreinnahmen gesorgt. Insgesamt wurden im Jahr 2016 rund 3,2 Milliarden Euro nachträglich an Steuern eingetrieben, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 3 Milliarden Euro. Der Rekord im vergangenen Jahr sei aber auch auf einen "Sondereffekt"

zurückzuführen, hieß es aus dem Ministerium. Als Grund wurde die Auswertung von angekauften Steuer-CDs mit Bankdaten mutmaßlicher Steuerbetrüger genannt. Keine Angaben gab es darüber, wie hoch dieser "Sondereffekt" war.

+++ 14.40 Uhr: Schulz wird laut Gabriel "ganz sicher" SPD-Vorsitzender bleiben +++

Der frühere SPD-Chef und geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel ist Mutmaßungen über eine mögliche Ablösung des Parteivorsitzenden Martin Schulz entgegengetreten. Schulz sei SPD-Chef "und wird das ganz sicher auch bleiben", sagte Gabriel am Rande eines Besuchs in London. Er sprach sich nach dem Aus für Jamaika dafür aus, "dass alle miteinander reden". Dies sei sowohl im deutschen als auch im europäischen Interesse - "und vor allem im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes". Es dürfe aber niemand von der SPD erwarten, "dass sie das Versagen der Jamaika-Koalition sofort ausbügelt".

Gabriel forderte die Parteien in Deutschland auf, nun über die "Zukunft des Landes" zu reden und eine inhaltliche Debatte zu beginnen. Er nannte Europa, die Sicherung des Wohlstands, Gerechtigkeit, bezahlbare Mieten in Großstädten und die Lage der Kommunen als Themen. Über diese Fragen müsse "zwischen allen Parteien" geredet werden. "Was für eine Regierung daraus entsteht, wird man sehen", fügte Gabriel hinzu.

+++ 14.34 Uhr: Zahl der Toten nach Moschee-Angriff in Ägypten steigt auf 155 +++

Bei dem Angriff eines schwer bewaffneten Überfallkommandos auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind nach jüngsten Angaben der Staatsmedien mindestens 155 Menschen getötet worden. Die staatliche Zeitung "Al Ahram" und das Staatsfernsehen berichteten in den Stunden nach dem Angriff von ständig steigenden Opferzahlen. Unmittelbar nach dem Angriff hatte es von Seiten der Behörden geheißen, es gebe eine hohe Zahl von Verletzten. Danach stieg die Zahl der Toten von 54 auf 85, 115 und schließlich auf 155.

Die Angreifer attackierten ein Gotteshaus in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch im Norden des Sinai, als sich die Gläubigen dort zum Freitagsgebet versammelt hatten. Nach Angaben der Behörden zündeten sie dabei zunächst eine Bombe und eröffneten dann das Feuer. Auf dem Sinai kämpft ein ägyptischer Zweig der Terrorgruppe Islamischer Staat seit Jahren gegen die ägyptischen Sicherheitskräfte. Dabei wurden bereits hunderte Menschen getötet.

+++ 14.03 Uhr: Polizei gibt nach Amokdrohung an Uni Trier Entwarnung +++

Nach der Amokdrohung an der Universität Trier hat die Polizei Entwarnung gegeben. Es gebe keine Gefahrenhinweise mehr, teilte die Polizei am Mittag mit. Das Uni-Gelände wurde wieder freigegeben. Man gehe davon aus, dass der festgenommene Tatverdächtige ohne Komplizen gehandelt habe. Der 23-jährige Student soll gestern Abend über ein soziales Netzwerk einen Amoklauf für heute angekündigt haben. Er habe gedroht, mit einer halbautomatischen Waffe eine Jura-Vorlesung in Strafrecht stürmen zu wollen, um Menschen zu töten. Die Polizei hatte daraufhin das Audimax, in der die Vorlesung stattfinden sollte, mitsamt der angrenzenden Mensa abgesperrt und durchsucht. Zudem wurde der Campus über Stunden abgeriegelt.

+++ 13.32 Uhr: Staats-TV: Mindestens 54 Tote bei Angriff auf Moschee in Ägypten +++

Bei dem Angriff auf eine Moschee auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind laut Staatsmedien mindestens 54 Menschen getötet worden. Zuvor war von mindestens 75 Verletzten die Rede gewesen. Ein Überfallkommando hatte die Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arisch im Norden des Sinai attackiert, als sich die Gläubigen zum Freitagsgebet versammelt hatten.

+++ 13.25 Uhr: Schulz sichert Parteibasis Abstimmung über mögliche SPD-Regierungsbeteiligung zu +++

SPD-Chef Martin Schulz will die Mitglieder seiner Partei über eine Beteiligung der Sozialdemokraten an einer Regierungsbildung abstimmen lassen. In einem "dramatischen Appell" habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Parteien zu Gesprächen aufgerufen, erklärte Schulz auf Twitter. "Dem werden wir uns nicht verweigern. Sollten diese dazu führen, dass wir uns in welcher Form auch immer an einer Regierungsbildung beteiligen, werden die SPD-Mitglieder darüber abstimmen."

+++ 13.07 Uhr: Spaziergänger entdeckt Leichnam in zwölf Metern Höhe auf Strommast +++

In einem Strommast bei Tostedt in Niedersachsen hat ein Spaziergänger einen Toten entdeckt. Die männliche Leiche habe in etwa zwölf Metern Höhe gehangen, teilte die Polizei in Buchholz in der Nordheide mit. Die Hintergründe sind demnach unklar, Hinweise auf ein Verbrechen gibt es aber nicht.

Der Zeuge fand den reglosen Körper am Donnerstagvormittag und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Feuerwehrleute bargen den Mann mit einer Drehleiter, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Eine erste Leichenschau brachte demnach keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

+++ 12.59 Uhr: Angriff auf Moschee auf ägyptischer Sinai-Halbinsel: Mindestens 25 Tote +++

Bei dem Anschlag im Umfeld einer Moschee auf der Sinai-Halbinsel sind mindestens 25 Menschen getötet und 80 weitere verletzt worden. Das teilten Sicherheitskreise mit.

+++ 12.56 Uhr: Angriff auf Moschee auf ägyptischer Sinai-Halbinsel +++

Ein Überfallkommando hat auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel eine Moschee angegriffen. Bei dem Angriff habe es mindestens 75 Verletzte gegeben, teilten die Behörden mit. Die Moschee war mit Gläubigen gefüllt, die sich zum Freitagsgebet versammelt hatten. 

+++ 12.50 Uhr: Einbrecher verschmutzt Weihnachtsplätzchen mit Altmetall +++

Die Weihnachtsplätzchen einer Hobbybäckerin hat ein Einbrecher in Baden-Württemberg ungenießbar gemacht - er hat aber nichts gestohlen. Eine 48-Jährige Frau habe am Donnerstag Anzeige erstattet, teilte die Polizei mit.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte die Frau eine große Menge Weihnachtsplätzchen gebacken und 15 Dosen mit verschiedenem Sorten in ihrem Gartenhaus in Wehr bei Freiburg gelagert. Ein Unbekannter drang zwischen dem 5. und 11. November in das Häuschen ein. Dort öffnete der Eindringling die Dose mit den Mandelsplitter-Keksen - und legte eigens mitgebrachte alte Schrauben hinein. Die Dame musste daraufhin die oberste Lage mit Zartbitter- und Vollmilch-Schokolade entsorgen und beklagt einen Schaden von 5 Euro. Unklar blieb, warum der Unbekannte das Gebäck vermüllen wollte - und die anderen 14 Dosen unberührt ließ. 

+++ 12.47 Uhr: Frau auf Straße in München erstochen - Ehemann festgenommen +++

Auf einer Straße in München ist eine Frau erstochen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ihr 43 Jahre alter Ehemann als Tatverdächtiger festgenommen. Eine Zeuge hatte die Polizei in der Nacht wegen einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Mann und der Frau gerufen. Als die Polizei eintraf, stand der Ehemann in unmittelbarer Nähe der Verletzten. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf starb. Nach Befragung der Zeugen wurde der 43-jährige Kroate festgenommen. Am Tatort fanden Ermittler ein Messer. Hintergründe zum Ablauf der Tat sowie dem mutmaßlichen Motiv waren zunächst unklar.

+++ 12.41 Uhr: Russland über Pläne für US-Raketenabwehr in Japan besorgt +++

Russland hat Pläne Japans für die Stationierung von Raketenabwehrsystemen aus den USA kritisiert. "Wir haben unsere tiefe Besorgnis ausgedrückt", sagte Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Taro Kono in Moskau. In Europa würden diese US-Systeme unter dem Vorwand aufgestellt, auf eine Gefahr aus dem Iran zu reagieren, in Asien würden sie als Reaktion auf eine nordkoreanische Bedrohung stationiert. "Wenn Sie auf die Karte schauen, sehen Sie, dass diese amerikanischen Raketenabwehrsysteme Russland und China einkreisen", sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge.

Japan hatte nach den jüngsten Raketentests Nordkoreas angekündigt, seine Abwehr auszubauen. Im Gespräch sind Berichten zufolge Aegis-Systeme aus den USA. Außenminister Kono versicherte Lawrow, dass die Pläne keine negativen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Japan und Russland haben sollten.

 

+++ 12.37 Uhr: Anklage nach mutmaßlich erfundenen sexuellen Übergriffen erhoben +++

Mutmaßlich erfundene sexuelle Übergriffe zu Silvester in Frankfurt haben ein juristisches Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Anklage gegen die angeblich belästigte Frau sowie einen Wirt erhoben. Es habe sich herausgestellt, dass die 29-Jährige in der Silvesternacht gar nicht in Frankfurt gewesen sei, begründete die Behörde den Schritt. Die Frau habe mit dem 49 Jahren alten Gastwirt nur vorgetäuscht, in der Innenstadt von mehreren Flüchtlingen belästigt worden zu sein.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst mit Hochdruck nach den unbekannten Tätern aus der Silvesternacht gesucht. Im Februar erhärtete sich jedoch der Verdacht, dass die Geschichte nur erfunden sein könnte. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat ein.

+++ 12.18 Uhr: Kirgischer Präsident tritt nach historischer Wahl Amt an +++

Im zentralasiatischen Kirgistan hat der neue Präsident Sooronbaj Scheenbekow nach einer historischen Wahl sein Amt angetreten. Es war der erste friedliche Machtwechsel in der ehemaligen Sowjetrepublik seit der Unabhängigkeit 1991. In seiner ersten Ansprache betonte der 59-Jährige, wie sein Vorgänger Almasbek Atambajew enge Beziehungen zu Moskau pflegen zu wollen. "Der Kurs zu Festigung einer strategischen Partnerschaft mit Russland wird weitergeführt", sagte er kirgisischen Medien zufolge in Bischkek. Er werde aber auch an einer Zusammenarbeit mit der Türkei und den USA arbeiten.

Der Sozialdemokrat und Ex-Regierungschef hatte im Oktober die Wahl im ersten Durchgang klar gewonnen. Der als prorussisch geltende Atambajew musste nach sechs Jahren sein Amt verfassungsgemäß aufgeben. Seine autoritär regierenden Vorgänger waren nach Revolutionen aus dem Land geflohen.

+++ 12.05 Uhr: Bundeswehr rettet 90 Flüchtlinge aus Seenot +++

Ein Kriegsschiff der Bundeswehr hat im Mittelmeer 90 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Am Donnerstag entdeckte das Radar des Schiffes zwei Schlauchboote 130 Kilometer vor der lybischen Küste, teilte das Verteidigungsministerium mit. Unter den 90 Geretteten waren 22 Männer, 15 Frauen - darunter zwei Schwangere, sowie 49 Kinder und 4 Babys. Die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" übergab die Flüchtlinge an das Schiff einer Nichtregierungsorganisation. Die Flüchtlinge auf dem zweiten Schlauchboot wurden von einem weiteren NGO-Schiff gerettet.

+++ 11.59 Uhr: Nach 30 Jahren: Rentnermörder zu lebenslanger Haft verurteilt +++

Mehr als 30 Jahre nach der Ermordung eines homosexuellen Rentners ist der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im Januar 1986 war der damals 25-Jährige als vermeintlicher Stricher in die Münchner Wohnung des Rentners gegangen. Allerdings habe er nur vorgegeben, sexuelle Dienstleistungen zu bieten, wie das Landgericht München feststellte. Stattdessen habe er Bargeld und Wertgegenstände stehlen wollen. Als der Rentner schließlich im Schlafzimmer die sexuellen Dienste gefordert habe, habe ihn der Serbe mit einem Aschenbecher und einem Parfümflakon tödlich verletzt - und anschließend in aller Ruhe die Wohnung durchsucht, aus der er einen Geldbeutel und einen Schlüssel mitnahm.

Der Täter war der Polizei vor einem Jahr nur durch Zufall ins Netz gegangen: Bei einem DNA-Test wurde eine Übereinstimmung mit den Spuren vom Münchner Tatort festgestellt. Seit November 2016 saß er in Untersuchungshaft. Das Landgericht München erkannte im aktuellen Fall zwei Mordmerkmale: Habgier und Ermöglichung einer anderen Straftat. Der Angeklagte hatte im Prozess angegeben, dass er sich gegen die sexuellen Zudringlichkeiten des Rentners gewehrt habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 11.49 Uhr: Deutschland bleibt in Uefa-Wertung Vierter +++

Trotz der drei Niederlagen deutscher Clubs in dieser Europapokalwoche hat die Fußballbundesliga in der Fünfjahreswertung der Uefa ihren vierten Platz verteidigt. Der Abstand zu Frankreich auf Rang fünf beträgt rund 15 Punkte und ist damit fast gleich geblieben. Spanien führt weiterhin vor England und Italien. Das geht aus der von der Europäischen Fußball-Union veröffentlichten Rangliste hervor. Vor dem Saisonstart Mitte September war die Bundesliga noch Zweiter hinter der spanischen Primera División gewesen.

In dieser Woche hatten Bayern München (2:1 bei RSC Anderlecht), RB Leipzig (4:1 in Monaco) und der 1. FC Köln (1:0 gegen den FC Arsenal) Siege und jeweils zwei Punkte in der Uefa-Wertung erkämpft. Borussia Dortmund verlor in der Königsklasse 1:2 gegen Tottenham Hotspur, Hoffenheim verpasst nach dem 1:3 in Braga ebenso die K.o.-Runde der Europa League wie Hertha BSC (2:3 bei Athletic Bilbao).

+++ 11.48 Uhr: Ärztin muss wegen unerlaubter Abtreibungswerbung Geldstrafe zahlen +++

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche muss eine Ärztin aus Gießen 6000 Euro Geldstrafe zahlen. "Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache", begründete die Vorsitzende Richterin das Urteil des Amtsgerichts. Bei einem Schwangerschaftsabbruch handele es sich nicht um eine normale Leistung wie beim Herausnehmen eines Blinddarms. Das Gericht entsprach mit dem Urteil der Forderung des Staatsanwalts.

Die Verteidigerin der Ärztin hatte vor Gericht erklärt, dass ihre Mandantin lediglich informiert habe, aber keine "appellative Werbung" auf ihrer Internetseite betrieben habe. Die Anwältin kündigte an, das Urteil mit einer Revision anfechten zu wollen: "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Richterin den Unterschied von Information und Werbung nicht kennt", sagte die Verteidigerin nach dem Urteil.

+++ 11.40 Uhr: Steinmeier lädt Parteichefs von Union und SPD gemeinsam ein +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Parteichefs von Union und SPD zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen. Wie das Präsidialamt in Berlin mitteilte, soll das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz in der kommenden Woche stattfinden. Dabei solle es um die Lage nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen gehen.

+++ 11.20 Uhr: Rambo und Harro finden Kokain in Weinflaschen +++

Das Kokain war aufgelöst und in Weinflaschen abgefüllt - doch die Zollhunde Rambo und Harro am Frankfurter Flughafen ließen sich nicht täuschen. Sie erschnüffelten das Rauschgift im Gepäck eines Fluges aus der Dominikanischen Republik. In gleich zwei Koffern wurden nach dem Anschlagen der Tiere je drei Weinflaschen mit aufgelöstem Kokain gefunden, wie das Hauptzollamt Frankfurt berichtete. Die Flaschen waren in Luftpolsterfolie verpackt. Was einer Zollbeamtin aber ins Auge fiel, war die "ölige Konsistenz" des angeblichen Weins.

Wie viel Kokain sich in den bereits im Oktober gefundenen Flaschen genau befand, muss laut Zoll noch durch labortechnische Untersuchungen festgestellt werden. Die 35 und 42 Jahre alten mutmaßlichen Drogenschmuggler wurden vorläufig festgenommen. Der Fall zeige mal wieder, "was für ein Wunderwerk so eine Hundenase ist", wurde Sprecherin Christine Straß zitiert.

+++ 11.07 Uhr: Ort in Ungarn verhängt "Burkaverbot" +++

Die von Rechtsradikalen regierte südungarische Gemeinde Asotthalom hat ein "Burkaverbot" nach österreichischem Vorbild verhängt. "Wir haben das österreichische Gesetz (zum Verbot von Gesichtsverhüllungen) zur Grundlage genommen", schrieb Bürgermeister Laszlo Toroczkai auf seiner Facebookseite. "Stimmt, das Wort 'Islam' ist (in der Verordnung) nicht niedergeschrieben - es geht nun um jedes Kleidungsstück, welches das Gesicht zur Gänze bedeckt." Toroczkai ist Vizechef der rechtsradikalen Parlamentspartei Jobbik (Die Besseren). Mit einem ersten Vorstoß, in seiner Gemeinde das Tragen der Burka und des Tschadors zu verbieten, war er vergangenes Jahr gescheitert. Das ungarische Verfassungsgericht hatte die Verordnung aufgehoben, weil sie gegen die Religionsfreiheit verstieß. Das jetzige "Burkaverbot" in Asotthalom ist reine Propaganda. Anders als in Österreich gibt es in dem 4000-Einwohner-Ort keine Muslime.

In Österreich gilt seit dem Vormonat ein umstrittenes Gesetz, das das Verhüllen des Gesichts verbietet. Islamische Kleidungsstücke sind darin nicht ausdrücklich erwähnt. Seitdem kam es mehrfach dazu, dass Personen in Kostümierungen zu Werbezwecken oder als Träger eines Gesichtsschals angezeigt wurden.

+++ 10.56 Uhr: Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa vereidigt +++

Drei Tage nach dem Rücktritt von Simbabwes Langzeitpräsidenten Robert Mugabe hat dessen Nachfolger die Amtsgeschäfte übernommen. Der frühere Vizepräsident legte vor Tausenden jubelnden Anhängern in einem Sportstadion in der Hauptstadt Harare seinen Amtseid ab. Der 75-Jährige gehört seit Jahrzehnten zur politischen Elite des Landes im südlichen Afrika. Er war lange Mugabes rechte Hand. Er hat den Simbabwern versprochen, sich für Wirtschaftswachstum und demokratische Reformen einzusetzen. Mnangagwa soll das Land bis zu den für nächstes Jahr geplanten Wahlen führen.

Der 93-jährige Diktator Mugabe war am Dienstag unter erheblichem Druck nach 37 Jahren Herrschaft zurückgetreten. Damit kam er einer Amtsenthebung durch das Parlament zuvor. Vergangene Woche hatte das eng mit Mnangagwa verbundene Militär die Macht in dem Land im südlichen übernommen.

+++ 10.47 Uhr: Stimmung in der deutschen Wirtschaft erreicht Rekordhoch +++

Die Stimmung in vielen deutschen Unternehmen bleibt blendend: Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts ist im November auf das nächste Rekordhoch gestiegen. Er erhöhte sich um 0,7 Punkte auf 117,5 Zähler, wie das Institut in München mitteilte. Damit wurde der jüngste Bestwert aus dem Vormonat noch einmal übertroffen. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr verbesserten sich deutlich, die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich jedoch leicht. "Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Hochkonjunktur zu", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die neuesten Umfrageergebnisse. Die Zahlen deuteten auf ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent im vierten Quartal und 2,3 Prozent für das Gesamtjahr hin. Dies wäre die stärkste Steigerung der deutschen Wirtschaftsleistung seit dem Jahr 2011.

+++ 10.46 Uhr: Brandenburg will Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben +++

macht sich für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz stark. Damit würde das Schutzbedürfnis der Kinder gestärkt, heißt es in einem Entschließungsantrag des Landes, der heute in der Länderkammer beraten wurde. So ein Schritt würde bewirken, dass das Kindeswohl bei allen Maßnahmen öffentlicher und privater Einrichtungen vorrangig berücksichtigt werde, argumentiert das Land. Die Stärkung von Kinderrechten war schon mehrfach Thema im Bundesrat. Nun wird das Anliegen weiter in den Ausschüssen der Länderkammer beraten.

+++ 10.14 Uhr: Leben ohne Sex für Frauen weniger problematisch als für Männer +++

Viele Frauen können sich ein Leben ohne Sex anscheinend besser vorstellen als : In einer Umfrage für die Krankenkasse Pronova BKK gaben 28 Prozent der weiblichen Teilnehmer an, auf Sex nicht verzichten zu können. Die Quote bei den männlichen Befragten war viel höher: 51 Prozent meinten, kein Leben ohne Sex zu wollen. Die Umfrage ist der Kasse zufolge repräsentativ. Andersherum war die Verteilung bei der Frage nach einem Verzicht auf Süßigkeiten. Für 40 Prozent der Frauen kam das nicht in Frage, wie aus Umfrage hervorgeht. Hingegen waren lediglich 27 Prozent der Männer der Auffassung, ohne Naschereien nicht klarzukommen. Einigkeit zwischen beiden Geschlechtern herrschte beim Thema Smartphone: Je ein Drittel wollte auf sein Mobiltelefon nicht verzichten.

Die Studie mit dem Titel "Die Süchte der Deutschen 2017" fußt auf einer Onlinebefragung von 1000 Bundesbürgern im Alter über 18 Jahren im August. Laut Pronova BKK ist diese repräsentativ für Alter, Geschlecht und Bundesland.

+++ 10.00 Uhr: Polizei nimmt nach Amokdrohung an Uni Trier Verdächtigen fest +++

Wegen einer Amokdrohung an der Universität Trier ist am Morgen ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Er stehe im Verdacht, gestern Abend über soziale Netzwerke einen Amoklauf angekündigt zu haben. Er habe gedroht, heute am Vormittag eine bestimmte Vorlesung zu stürmen, um Menschen zu töten, sagte der Sprecher der Trierer , Uwe Konz. Aus Sicherheitsgründen blieb daher zunächst das Audimax-Gebäude gesperrt.

"Wir fahren unsere Maßnahmen erst zurück, wenn wir sicher sein können, dass es sich bei dem Festgenommenen um den Täter handelt und wir einen Einzeltäter haben", sagte Konz. "Wir sprechen von einer herausragenden Bedrohungslage." Der Täter habe gedroht, mit einer halbautomatischen Waffe Menschen zu töten. Da seine Ankündigung sehr konkret gewesen sei, hätten sich Chat-Partner bei der Polizei gemeldet. Spezialeinsatzkräfte hätten den Mann in seiner Wohnung in Trier gestellt.

+++ 9.52 UIhr: Polizei in China ermittelt wegen Misshandlungsverdacht in Vorschule +++

Die Polizei in China hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung in einer Pekinger Vorschule eingeleitet. Zuvor hatten entsetzte Eltern an ihren Kindern Stiche entdeckt, die offensichtlich von Nadeln rührten. Zudem berichteten mehrere Schützlinge, sie hätten nach dem Essen nicht weiter identifizierte Pillen schlucken müssen und seien danach eingeschlafen. Die Bezirksbehörden von Chaoyang erklärten, die Ermittlungen seien aufgenommen worden, nachdem Eltern die Polizei alarmiert hätten. Zu den Vorwürfen gegen den Betreiber RYB Education New World, der seit September an der New Yorker Börse notiert ist, wollten die Behörden sich nicht äußern.

RYB entschuldigte sich bei den Eltern und erklärte, das Unternehmen arbeite mit der Polizei zusammen. Die fraglichen Erzieher und Lehrer seien suspendiert worden. Wütende Eltern versammelten sich am Donnerstag vor der Vorschule, wie auf Bildern des Staatsfernsehens CCTV zu sehen war. Der Sender zeigte auch die mutmaßlichen Nadelstiche bei einigen Kindern. Das Magazin "Caixin" berichtete, bei acht Kindern seien solche Stiche entdeckt worden. Die Vorfälle seien aus zwei Klassen mit Kindern zwischen zwei und sechs Jahren gemeldet worden.

+++ 9.42 Uhr: Saudischer Kronprinz nennt Irans obersten Führer "neuen Hitler" +++

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei scharf attackiert. "Wir wollen nicht, dass der neue Hitler im Iran im Nahen Osten wiederholt, was in Europa passiert ist", sagte er der "New York Times". Der 32 Jahre alte Kronprinz Mohammed gilt in Saudi-Arabien als eigentlicher Machthaber und Kopf hinter der verschärften Politik gegen den Iran. Das sunnitische Königreich sieht den schiitischen Nachbarn als Erzfeind. Saudi-Arabien wirft Teheran vor, in der Region Unruhe zu stiften. Die beiden Regionalmächte führen unter anderem im Jemen im Süden der arabischen Halbinsel einen Stellvertreterkrieg.

Der Kronprinz verteidigte auch die Festnahme Dutzender Prinzen und anderer führender Persönlichkeiten Anfang des Monats unter Korruptionsvorwürfen. Es sei "lächerlich" nahezulegen, dass diese Antikorruptionskampagne ein Griff nach der Macht gewesen sei. Sein Vater König Salman habe bei seinem Amtsantritt 2015 geschworen, der Korruption ein Ende zu setzen. Die Ermittler hätten in den vergangenen zwei Jahren sehr genaue Informationen gesammelt. Nach Schätzungen gingen jedes Jahr rund zehn Prozent der Regierungsausgaben durch Korruption verloren.

+++ 9.02 Uhr: Oscar Pistorius muss deutlich länger in Haft bleiben +++

Das oberste Berufungsgericht Südafrikas hat den früheren Spitzensportler Oscar Pistorius wegen Totschlags zu 13 Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Die Entscheidung erhöhte das Strafmaß der vorherigen Instanz von sechs Jahren Haft deutlich. Auf Totschlag stehen in Südafrika normalerweise mindestens 15 Jahre Gefängnis, das Gericht berücksichtigte aber die von ihm schon abgesessene Zeit. Die Staatsanwaltschaft hatte die im Juli 2016 gegen Pistorius verhängte Haftstrafe als "schockierend milde" bezeichnet und Berufung eingelegt.

Der 31 Jahre alte Ex-Sprinter hatte am Valentinstag 2013 seine damalige Freundin Reeva Steenkamp in seinem Haus mit vier Schüssen durch eine Toilettentür getötet. Pistorius beteuerte stets, das Model für einen Einbrecher gehalten und in Panik gehandelt zu haben. Im Oktober 2014 wurde der unterschenkelamputierte Sportler zunächst wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt und ein Jahr später in den Hausarrest entlassen. Ein Berufungsgericht sprach ihn jedoch im Dezember 2015 des Mordes schuldig, da er mit seinen Schüssen den Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen habe. Im Juli 2016 wurde Pistorius schließlich zu sechs Jahren Haft verurteilt.

+++ 8.24 Uhr: Berüchtigter pakistanischer Islamist wieder frei +++

Der pakistanische Islamist Hafiz Saeed, auf den die USA ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar ausgesetzt haben, kann sich wieder frei im Land bewegen. Sein Hausarrest wurde um Mitternacht Ortszeit beendet. Nach fast einem Jahr zog die Polizei am Morgen ihr Personal vor seinem Haus in der Stadt Lahore ab. Saeed ist Mitbegründer der Terrorgruppe Lashkar-e Toiba (LeT), die unter anderem für das Massaker in der indischen Stadt Mumbai im Jahr 2008 verantwortlich gemacht wird. Dabei waren mehr als 160 Menschen gestorben.

Ein Anti-Terror-Gerichtshof hatte die Regierung der Provinz Punjab am Mittwoch aufgefordert, den Hausarrest aufzuheben. Punjabs Regierung hatte das Gericht um eine Verlängerung des Hausarrests gebeten. Saeeds Sprecher sagte, das Gericht habe Beweise gegen ihn sehen wollen. Die hätten die Behörden nicht liefern können. Dem mächtigen pakistanischen Militär wird vorgeworfen, Saeed und die LeT-Gruppe, die in der Vergangenheit viele Anschläge gegen den Erzfeind Indien verübt hat, zu unterstützen. Pakistans zivile Regierung wiederum hat unter Ex-Premier Nawaz Sharif lange versucht, eine Versöhnung mit Indien herbeizuführen.

+++ 8.21 Uhr: Harald Glööckler zieht sich für Kunstprojekt aus +++

Der Modeschöpfer Harald Glööckler hat für ein Kunstprojekt die Hüllen fallen gelassen. "Ich habe über 10 Kilo abgenommen", sagte der 52-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Das war wie eine Entbindung." Er tat das für Nacktaufnahmen, die der Mode- und Kunstfotograf Udo Spreitzenbarth von Glööckler machte. 2018 soll das Ergebnis dem Blatt zufolge in Berlin und New York zu sehen sein. Glööckler, der in Maulbronn im Enzkreis geboren wurde, reiste dazu eigens in die USA. Warum das Ganze? "In Deutschland zeigen viele Leute mit dem Finger auf mich, weil ich exzentrisch bin", sagte er. "Hier in New York wollen die Leute genau das." Glööckler lebt seit 2015 mit seinem Mann Dieter Schroth und Hündchen Billy King im pfälzischen Kirchheim an der Weinstraße.

+++ 7.45 Uhr: Streik bei Amazon am "Black-Friday" +++

Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter mehrerer Amazon-Standorte in Deutschland zum Streik aufgerufen. Der Ausstand fällt auf den Rabatttag "Black-Friday", an dem Einzelhändler bundesweit mit günstigen Angeboten locken. Verdi fordert den Online-Händler Amazon zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag auf. Der US-Konzern, der bundesweit mehr als 12.000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, verweigert seit Jahren Gespräche.

An den Arbeitsniederlegungen am "Black Friday" beteiligen sich laut Verdi Beschäftigte an den sechs großen Amazon-Standorten Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Rheinberg (NRW), Werne (NRW), Graben (Bayern) und Koblenz (Rheinland-Pfalz).

+++ 7.27 Uhr: 14 Wanderarbeiter verbrennen bei Autounfall in Thailand +++

Ein Kleinbus mit 14 Wanderarbeitern ist in Thailand verunglückt und ausgebrannt. Alle Insassen kamen ums Leben, wie lokale Medien berichteten. Die Polizei ging davon aus, dass der Fahrer in der Nacht am Steuer einschlief und der Bus daraufhin einen am Straßenrand geparkten Laster rammte. Er sei sofort in Flammen aufgegangen. Die Arbeiter stammten aus Thailands Nachbarland Myanmar und waren auf dem Weg in die Hauptstadt Bangkok. Der Unfall geschah nahe der Stadt Singburi. Feuerwehrleute brauchten 20 Minuten, um die Flammen zu löschen, bevor die Leichen geborgen werden konnten. Auf Fotos war zu sehen, dass nach dem Brand nur noch das Metallskelett des Busses übrig war. Thailands Straßen gehören zu den tödlichsten der Welt. Nach Statistiken der Weltgesundheitsorganisation sterben nur auf Libyens Straßen mehr Menschen.

+++ 6.12 Uhr: Rettungssanitäter erfüllen Sterbender letzten Wunsch +++

Eine australische Krankenwagenbesatzung hat einer im Sterben liegenden Frau ihren letzten Wunsch erfüllt und sie zum Strand gefahren, damit sie noch einmal das Meer sehen konnte. "Tränen flossen und die Patientin war sehr glücklich", schrieb der Rettungsdienst auf seiner Facebookseite zu einem Foto, das einen Sanitäter neben einer Krankenpritsche vor dem Ozean an der Hervey Bay im Osten Australiens zeigt.

Der Rettungswagen sei mit der Sterbenden auf dem Weg zur Palliativstation des örtlichen Krankenhauses gewesen, erklärte der Rettungsdienst weiter. Auf der Fahrt habe die Frau gesagt, sie wünsche sich, sie könnte noch einmal an den Strand gehen. Daraufhin habe das Rettungsteam spontan "einen kleinen Umweg zum tollen Strand an der Hervey Bay gemacht, um der Patientin das zu ermöglichen".

+++ 6.09 Uhr: Pfarrer ist Jury-Mitglied bei Wahl von Miss 50plus Germany +++

Ein Pfarrer wird am Samstag mitentscheiden, wer in Oldenburg zur schönsten Frau Deutschlands über 50 Jahren gewählt wird. Der evangelische Pastor Jürgen Schwartz aus Großenkneten ist einer von insgesamt zwölf Juroren, wie das Unternehmen MGC-Miss Germany Corporation mitteilte. Gemeinsam mit Prominenten wie Eduard Prinz von Anhalt, dem Politiker Wolfgang Bosbach und der Miss Germany 2017, Soraya Kohlmann, wird Schwartz entscheiden, wer den Titel Miss 50plus Germany 2018 tragen darf.

Mehr als 750 Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich dem Veranstalter zufolge beworben, 20 Damen stehen nun im Finale. Dass Pfarrer Schwartz in der Jury sitzt, liegt an einer Aktion der "Nordwest-Zeitung", über den Jury-Plätze vergeben wurden. Mit dem Bewerbungssatz "Ich möchte nach meiner Frau und Mutter die drittschönste Frau kennenlernen" hatte der 53-Jährige Erfolg.

+++ 5.59 Uhr: Australisches Flüchtlingslager auf Manus vollständig geräumt +++

Das umstrittene australische Flüchtlingslager auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus ist komplett geräumt worden. Die in dem Camp verbliebenen 328 Flüchtlinge seien alle in andere Lager gebracht worden, sagten die Behörden Papua-Neuguineas und Australiens Einwanderungsminister Peter Dutton nach Angaben australischer Medien. Nach Darstellung der Flüchtlinge gingen die Einsatzkräfte bei der Räumung gewaltsam vor. Ein Video in sozialen Medien zeigt Polizisten, die mit Metallstangen auf Menschen einschlagen. "Einwanderungsbehörde und Polizei haben viele Handys von Menschen zerstört, die Fotos machen wollten", schrieb der Flüchtling Behrouz Boochani auf Twitter. Die Polizei von Papua-Neuguinea behauptete, niemand sei gezwungen oder in Handschellen gelegt worden.

+++ 5.29 Uhr: Raupenplage in fast allen Mais anbauenden Ländern Afrikas +++

Eine eingeschleppte Raupenplage macht Experten zufolge fast allen Mais anbauenden Ländern in Afrika zu schaffen. Inzwischen sei der Herbst-Heerwurm (Spodoptera frugiperda) in 38 Ländern auf dem Kontinent zu finden, sagte Jean-Baptiste Bahama von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation in Addis Abeba. "Das Ausmaß des Schadens in den Ländern, in denen die meisten Bauern Kleinbauern sind und wenig Zugang zu Bekämpfungsmaßnahmen haben, ist eine große Sorge", sagte Bahama.

Die Raupe befällt vor allem Mais, das wichtigste Grundnahrungsmittel in Afrika. Bahama zufolge könnten die Ernteverluste enorm sein. Er schätzt, dass pro Jahr zwischen acht und fast 21 Millionen Tonnen der erwarteten 39 Millionen Tonnen Mais vernichtet werden. Es drohten Verluste zwischen 2,5 und 6,2 Milliarden Dollar pro Jahr. Die Raupe, eine der schlimmsten Schädlinge Nord- und Südamerikas, wurde erstmals Anfang 2016 in Nigeria festgestellt.

+++ 5.24 Uhr: AfD sucht im großen Stil Mitarbeiter +++

Die AfD-Fraktion im Bundestag hat zwei Monate nach der Wahl immer noch viele Stellen nicht besetzt. Auch die Bundesgeschäftsstelle der Partei ist zurzeit im großen Stil auf Mitarbeitersuche. In einem Rundschreiben wurden diese Woche alle Parteimitglieder auf die zahlreichen Jobs hingewiesen, die zu vergeben sind. Aus Fraktionskreisen verlautete, bislang sei erst ein Bruchteil der rund 100 Stellen bei der Fraktion vergeben. Auch die 92 Abgeordneten suchten noch zahlreiche Mitarbeiter. Vor allem in den Bereichen Presse, Kommunikation und IT ist es für die rechtspopulistische Partei dem Vernehmen nach nicht leicht, eine ausreichende Zahl qualifizierter Mitarbeiter zu rekrutieren. In Stellenanzeigen der Bundesgeschäftsstelle heißt es: "Eine Identifizierung mit den Zielen der AfD sowie ein klares Bewusstsein für die besonderen Belange der Datensicherheit und des Datenschutzes setzen wir voraus."

+++ 4.27 Uhr: Einst dickster Mann der Welt speckt weiter ab +++

Der einstmals dickste Mann der Welt will weiter abspecken: Der Mexikaner Juan Pedro Franco unterzog sich einer zweiten Magenbypass-Operation, wie das behandelnde Krankenhaus in Zapopan im Westen des Landes berichtete. Die Ärzte hoffen nun, dass der 33-Jährige dadurch weitere gut 200 Kilogramm loswerden kann. Das Guinness-Buch der Rekorde hatte Franco vor einem Jahr gewogen und mit phänomenalen 595 Kilo als schwersten Mann der Welt registriert - das ist ungefähr so viel wie ein männlicher Eisbär. Im Mai war ihm ein erster Magenbypass gelegt worden. Inzwischen hat er sein Gewicht auf 366 Kilo verringert. Dank der neuerlichen Operation hofft er, bis auf 120 Kilo abspecken zu können.

Die Operation sei sehr gut verlaufen, sagte der Chirurg José Antonio Castaneda. "Wir sind sehr optimistisch". Wenn alles gut gehe, werde Franco seine Medikamente gegen Diabetes und zu hohen Blutdruck absetzen können - und hoffentlich nach sieben Jahren endlich wieder laufen können.

+++ 3.51 Uhr: Soldaten töten mächtigen Verbrecherboss in Kolumbien +++

Bei einem Militäreinsatz im Osten von Kolumbien ist einer der mächtigsten Drogenhändler des südamerikanischen Landes ums Leben gekommen. Luis Orlando Padierna alias "Inglaterra" sei im Department Norte de Santander an der Grenze zu Venezuela getötet worden, teilte Präsident Juan Manuel Santos mit. "Wer weiter Verbrechen verübt, wird im Grab oder im Gefängnis enden", warnte der Staatschef. 

Padierna war die Nummer zwei des Golf-Clans, dem mächtigsten Verbrechersyndikat Kolumbiens. Zuletzt hatte der Clan eine Kapitulation angeboten. Politische Verhandlungen über einen Friedensvertrag wie zuletzt mit der linken Guerillaorganisation Farc schloss die Regierung allerdings aus. Die Streitkräfte und die Polizei gehen hart gegen das Verbrechersyndikat vor und haben bereits eine Reihe führender Mitglieder gefasst oder getötet. Der Anführer Dairo Úsuga alias "Otoniel" ist der meistgesuchte Mann des Landes. Auf ihn ist ein Kopfgeld von fünf Millionen US-Dollar ausgesetzt.

+++ 3.07 Uhr: Nordkoreaner an Japans Küste gestrandet +++

Ein Holzboot mit nach eigenen Aussagen aus Nordkorea stammenden Männern an Bord ist an der Nordostküste Japans gestrandet.
Wie japanische Medien meldeten, hatte ein Bewohner der Küstenstadt Yurihonjo der Polizei von verdächtigen Männern am Meer berichtet. Später wurden die Acht unversehrt in einem Hafen auf ihrem Boot gefunden. Sie gaben demnach an, aus Nordkorea zu stammen. Beim Fischen habe es Probleme mit ihrem 20 Meter langen Boot gegeben, das schließlich gestrandet sei. Erst vor wenigen Tagen hatte die japanische Küstenwache drei in Seenot geratene Nordkoreaner gerettet. Sie wurden einem anderen nordkoreanischen Schiff übergeben.

Vor zwei Jahren hatten mysteriöse Leichen auf Schiffen vor der Küste Japans für Rätselraten gesorgt. Örtliche Medien spekulierten damals, dass es sich bei den verwesenden Leichen auf den Geisterschiffen um Nordkoreaner handelte, die beim Fischen waren und abgetrieben wurden. Aus dem isolierten kommunistischen Land gibt es immer wieder Berichte über Hungersnöte.

+++ 3.05 Uhr: OSZE warnt vor starkem Anstieg der Gewalt in der Ostukraine +++

Angesichts des nahenden Winters hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa vor einem starken Anstieg der Gewalt in der Ostukraine gewarnt. "Wenn der Boden im Winter gefriert, wird es leider noch leichter, die schweren Waffen zu bewegen", sagte der stellvertretende Leiter der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Alexander Hug, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Daher sei zu befürchten, dass die Gewalt drastisch zunehmen werde. Bereits in den vergangenen Wochen habe es einen "stetigen Anstieg" der Verletzungen der Waffenruhe gegeben. Im Osten der Ukraine kämpfen Regierungstruppen und pro-russische Rebellen seit mehr als dreieinhalb Jahre gegeneinander.

Hug sagte, entlang einer Kontaktlinie von rund 500 Kilometern stünden sich beide Seiten zum Teil bis auf Sichtweite gegenüber. Sie setzten Panzer, Artilleriegeräte und Mehrfachraketenwerfer ein. Seit Beginn des Jahres habe es mehr als 400 zivile Opfer im Donbass gegeben. Mehr als 330.000 Mal sei die Waffenruhe gebrochen worden. "Wenn die militärischen Kräfte entlang der Kontaktlinie nicht entflochten und die schweren Waffen nicht abgezogen werden, wird sich die Situation weiter verschärfen", betonte Hug.

+++ 1.04 Uhr: SPD tritt für Reform des Abtreibungsrechts ein +++

Die SPD-Fraktion im Bundestag fordert eine Reform des Abtreibungsrechts: Das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche schaffe in der ärztlichen Praxis Unsicherheit. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva Högl regte an, den entsprechenden Strafrechtsparagrafen "komplett zu streichen". Die SPD-Fraktion werde "schnell die Initiative ergreifen", sagte Högl den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Heute steht die Ärztin Kristina Hänel in Gießen vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, gegen Paragraf 219a ("Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft") zu verstoßen. Hänel informiert auf ihrer Website darüber, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Högl sagte dazu, die Rechtsunsicherheit müsse beseitigt werden, "denn es kann nicht sein, dass ein bloßer Hinweis auf legales ärztliches Handeln dazu führt, dass gegen Ärzte ermittelt wird und wie jetzt in diesem Fall sogar zu einer Anklage führt".

+++ 0.11 Uhr: Russland will weniger Militärpräsenz in Syrien +++

Russland will seine Militärpräsenz in Syrien nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerasimow bereits zum Jahresende zurückfahren. Die Truppenpräsenz in dem Bürgerkriegsland werde reduziert, da die militärischen Ziele dort fast erfüllt seien, sagte Gerasimow in Sotschi: "Es ist nur noch wenig zu tun." Der Umfang der Truppenreduzierung werde "erheblich" sein. Russland werde jedoch weiter mit zwei Militärstützpunkten in Syrien präsent bleiben.

mad/fs/DPA/AFP