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"Profiling" an Flughäfen: Hamburger Innensenator fordert offene Debatte

Hamburgs Innensenator sieht die Ablehnung eines Passagier-"Profilings" kritisch. Den Vorschlag "sofort als Selektion abzutun", halte er für verkehrt.

Das sagte Heino Vahldiek (CDU) am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Den Vorschlag "im Sinne von politischer Korrektheit sofort als Selektion abzutun", halte er für verkehrt, sagte Vahldiek am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Man müsse das Thema "ohne ideologische Scheuklappen" diskutieren.

Bei dem Vorschlag gehe es "nicht um Hautfarben - es geht darum, dass erwiesenermaßen 80-Jährige seltener als Terroristen auftreten als zum Beispiel Mittzwanziger", sagte Vahldiek. Deswegen finde er es nur "natürlich, wenn man sich darüber Gedanken macht, wie viel Intensität man auf welchen Personenkreis verwendet". Es sei ein typisch deutscher Reflex, das als Selektion zurückzuweisen und so zu tun, als hätte es irgendetwas mit rechtsextremistischen Ansichten zu tun.

Der Vorschlag des designierten Chefs des deutschen Flughafenverbandes ADV, Christoph Blume, Flugpassagiere künftig in Risikogruppen einzuteilen und unterschiedlich scharf zu kontrollieren, war am Mittwoch parteiübergreifend auf Widerstand gestoßen.

DAPD / dapd
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