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AfD-Chef angefeindet Köln-Fans vergraulen Bernd Lucke aus dem ICE


"Wir wollen keine Nazis hier!" rufen sie ihm entgegen. Bernd Lucke fährt mit seiner Frau im ICE in Richtung Köln, als eine Gruppe FC-Fans auf den AfD-Chef aufmerksam wird.

Gemütlich saß Bernd Lucke mit seiner Ehefrau im Bordbistro des ICE auf der Fahrt nach Köln. Dann wird eine Gruppe FC-Köln-Fans auf den Chef der AfD aufmerksam. Wie der Kölner "Express" berichtet, fordern sie den Politiker dazu auf, den Zug zu verlassen. "Wir wollen keine Nazis hier!", rufen sie.

Zunächst habe Lucke versucht, die Situation zu entschärfen. "Ich bin privat mit meiner Frau hier, lassen sie mich", habe er gesagt. Die Fans hätten nur dagegengehalten, mit Aussagen wie: "Für die Politik, die du machst, musst du dir das auch gefallen lassen."

Lucke habe erst das Abteil verlassen und dann Hilfe beim (italienischen) Schaffner gesucht. Der war darüber nicht sonderlich erfreut. "Und ich muss den Lucke jetzt verteidigen - als Ausländer", zitiert der "Express" den Mann.

Zuguterletzt habe der AfD-Chef schließlich die Polizei gerufen, die sich an jedem Zwischenstopp des ICE positionierte. Eingreifen musste sie jedoch nicht. Lucke und seine Frau stiegen in Wuppertal aus, zwei Stationen vor Köln. Ob sie vorzeitig den Zug verließen, um weiteren Fan-Anfeindungen zu entgehen, ist unklar.

Katharina Gipp

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