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Strafverfahren: AfD-Landeschef Hampel bei Alkoholfahrt gestoppt

Gegen den Vorsitzenden der AfD in Niedersachsen wird nach einer Autofahrt mit Alkohol im Blut ermittelt. Der Landeschef Armin-Paul-Hampel war betrunken auf der Autobahn unterwegs. Wird das Konsequenzen innerhalb der Partei haben?

Niedersachsens AfD-Landesvorsitzender Armin-Paul Hampel

Niedersachsens AfD-Landesvorsitzender Armin-Paul Hampel

Die Polizeiinspektion in Rotenburg hat ein Strafverfahren gegen den Vorsitzenden der niedersächsischen AfD, Armin-Paul Hampel, eingeleitet. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Demnach wird Hampel vorgeworfen, am Abend des 17. Januar auf der Autobahn 1 bei Sittensen alkoholisiert Auto gefahren zu sein. Die Ermittlungen der Polizei dauern an: Der Vorgang werde "zeitnah" an die zuständige Staatsanwaltschaft in Stade abgegeben, sagte ein Polizeisprecher. Nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ergab ein Alkoholtest einen Wert von 0,6 Promille. Der Politiker soll durch unsicheres Fahren aufgefallen sein.

AfD-Gottberg will "Krieg nicht vor 13. Februar eröffnen"

Laut Bußgeldkatalog gilt eine Fahrt mit einem Blutalkoholwert von 0,5 bis 1,09 Promille als Ordnungswidrigkeit - sofern es zu keinen Ausfallerscheinungen gekommen ist. Ansonsten handelt es sich um eine Straftat. Ab 1,1 Promille macht man sich in jedem Fall einer Trunkenheitsfahrt strafbar. Dieses Vergehen kann laut Verkehrswacht außer mit einer Geldstrafe mit einem Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr, Führerscheinentzug zwischen sechs Monaten und fünf Jahren sowie Punkten im Verkehrszentralregister bestraft werden.

Unterdessen erhöht die Parteispitze nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" den Druck auf Abweichler: Die Zeitung zitiert aus einer Mail des früheren Kreisvorsitzenden von Osterholz und Verden, Uwe Wappler, an Hampel-Vertraute. Darin kündigt Wappler eine "Operation Trappenjagd" gegen seinen Nachfolger Thorben Freese an. Der Beisitzer im Landesvorstand, Wilhelm von Gottberg, rät dazu, "den Krieg nicht vor dem 13. Februar" zu eröffnen. Gottberg bestätigte auf Nachfrage den Mailverkehr. Es gebe aber keine Pläne, gegen Kritiker vorzugehen, sagte der ehemalige CDU-Politiker. Gottberg gilt bei einem Einzug der AfD in den Bundestag als dessen möglicher Alterspräsident.

jen