Baden-Württemberg Mappus bereit für Ministerpräsidentenamt


Stefan Mappus, Vorsitzender der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion, hat sich bereit erklärt, Nachfolger von Ministerpräsident Günther Oettinger zu werden. Der voraussichtlich in die EU-Kommission wechselnde Oettinger will keinen Vorschlag für seinen Nachfolger machen.

Stefan Mappus, Vorsitzender der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion, hat sich am Samstag in Stuttgart bereit erklärt, Nachfolger von Ministerpräsident Günther Oettinger zu werden, der zuvor überraschend zum Nachfolger von EU-Industriekommissar Günter Verheugen nominiert worden war. Der 43-Jährige sagte nach der Sondersitzung des geschäftsführenden Fraktionsvorstandes: "Aus meiner 13-jährigen parlamentarischen Tätigkeit als Abgeordneter, Staatssekretär und Minister und Fraktionsvorsitzender bringe ich die Erfahrung mit und traue mir zu, das Amt des Ministerpräsidenten zum Wohle des Landes auszuüben."

Mappus steht in der CDU für den eher konservativen Flügel - die Nomierung des 43-Jährigen würde zudem für eine Verjüngung des Führungspersonals in der CDU stehen. Der voraussichtlich in die EU-Kommission wechselnde baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) will keinen Vorschlag für die Regelung seiner Nachfolge machen. Er wolle nur "Moderator" sein, sagte er am Samstag nach einer Sitzung des CDU- Bundesvorstands in Berlin. Er sei an einem "geordneten Verfahren" interessiert, betonte er.

Am Samstagvormittag hatten sich die Koalitionspartner auf einen Personalvorschlag für den Posten des EU-Kommissars geeinigt. Baden-Württembergs Noch-Ministerpräsident Günther Oettinger soll für die CDU als EU-Kommissar nach Brüssel gehen. Ob Oettinger dies wollte - oder ob er dazu gedrängt wurde, ist derzeit noch offen.

DPA/AP AP DPA

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