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Bundesregierung: Keine Hinweise auf IS-Terroristen unter Asylbewerbern

Im Schuldenstreit hat Athen gedroht illegale Migranten im Schnelldurchlauf mit Papieren auszustatten. Die Bundesregierung geht aber nicht davon aus, dass unter Asylbewerbern auch Terroristen sind.

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos nutzt illegale Migranten als Druckmittel im Schuldenstreit zwischen Brüssel und Athen

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos nutzt illegale Migranten als Druckmittel im Schuldenstreit zwischen Brüssel und Athen

Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass islamistische Terroristen als Asylbewerber nach Deutschland gelangt sind. "Derzeit liegen keine konkreten Hinweise vor, dass sich in dieser Gruppe Terroristen des #link;www.stern.de/politik/ausland/islamischer-staat-91904343t.html;Islamischen Staates# (IS) befinden", sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag in Berlin. Sie wies darauf hin, dass die personenbezogenen Daten, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von jedem Asylbewerber aufnimmt, immer sofort mit den Sicherheitsbehörden abgeglichen würden.

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos hatte am Sonntag in Zusammenhang mit der Diskussion um weitere Finanzhilfen gedroht, sein Land werde illegalen Migranten Papiere ausstellen, damit sie nach Deutschland weiterreisen könnten. Sollten sich unter den Flüchtlingen auch IS-Mitglieder befinden, dann sei Europa durch seine Haltung gegenüber Griechenland in der Schuldenfrage selbst dafür verantwortlich.

amt/DPA / DPA