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CDU-Arbeitnehmerflügel: Arentz gibt alle Ämter auf

Der CDU-Politiker Hermann-Josef Arentz soll von RWE jährlich 60.000 Euro bekommen haben - fürs Nichtstun. Auf dem Parteitag wurde er deswegen abgekanzelt und nun verzichtet Arentz auf sein Amt als CDA-Vorsitzender.

Der wegen seiner Tätigkeit für den RWE-Konzern umstrittene CDU-Politiker Hermann-Josef Arentz ist nach Angaben seiner Partei von seinem Amt als Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA zurückgetreten.

Zudem habe Arentz am Mittwoch erklärt, dass er für eine Landtagskandidatur im Mai 2005 nicht zur Verfügung stehe, teilte die Landtagsfraktion der CDU in Nordrhein-Westfalen mit. Der geschäftsführende Fraktionsvorstand habe Arentz gebeten, seine Arbeit in Parlament und Fraktion bis zur NRW-Landtagswahl fortzuführen. Der erste stellvertretende CDA-Chef Gerald Weiß dürfte nun zunächst die Amtsgeschäfte von Arentz übernehmen. Die CDU-Spitze wollte sich nicht zu dem Rückzug äußern.

Arentz war bereits auf dem Bundesparteitag in Düsseldorf nicht wieder ins Präsidium gewählt worden. Er stand seit 1992 auf der Gehaltsliste der Rheinbraun AG, heute RWE Power AG. Nach Medienberichten, wonach der 51-Jährige ohne erkennbare Arbeitsleistung 60.000 Euro jährlich sowie ein großzügiges kostenfreies Stromkontingent zusätzlich erhalten hatte, ließ Arentz das Arbeitsverhältnis ruhen. Der Energiekonzern erklärte, wegen der zunehmenden zeitlichen Belastung durch seine politische Funktion habe Arentz seine Tätigkeit schrittweise verringert und zuletzt nur noch für punktuelle Beratung zur Verfügung gestanden.

Reuters / Reuters
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