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Youtube-Video aus dem Herbst: Rassismusvorwurf: CDU-Mann Philipp Amthor distanziert sich von seinem Moslem-Spruch

Ein Video aus dem Herbst 2018 bringt Philipp Amthor erneut in Bedrängnis. Dem CDU-Politiker wird Rassismus vorgeworfen, er distanziert sich von seiner Wortwahl.

CDU-Mann Philipp Amthor bereut einen Spruch über Muslime und die Nationalhymne

CDU-Mann Philipp Amthor bereut einen Spruch über Muslime und die Nationalhymne

DPA

Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat sich erneut von einer Äußerung in einem bereits im Herbst 2018 veröffentlichten Video distanziert, das am Donnerstag wieder im Netz für Diskussionen sorgte. In dem Film "Wie ticken junge Bundestagsabgeordnete der AfD und CDU?" des Reportage-Netzwerks "Y-Kollektiv", ist der 26-Jährige auf dem Marktplatz einer Kleinstadt im Gespräch mit Bürgern zu sehen. Das Reportageteam begleitet ihn bei einem Besuch der Stadt Strasburg (Mecklenburg-Vorpommern) zum Tag der Deutschen Einheit. Nach dem Singen der Nationalhymne ist Amthor zu hören, wie er sagt, "keiner von uns Moslem, der das jetzt nicht singen kann". Daraufhin erwidert jemand: "Auch keiner Ölauge", woraufhin Amthor lacht.

Der "Nordkurier" hatte im November bereits darüber berichtet. Amthor hatte sich in dem Bericht von seiner Äußerung distanziert: "Ganz klar, das Zitat ist mehr als unglücklich, und ich würde das so auch nicht mehr sagen." Seinem Spruch vorausgegangen sei die Aussage eines Anwesenden, der nach dem Absingen der Nationalhymne gesagt habe, dass in Strasburg alle mitsingen würden - im Gegensatz zum Fußball. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass es sich dabei nur um einen flapsigen Spruch handelte, mit dem ich niemanden angreifen wollte und der so auch nicht mehr vorkommt", hatte der "Nordkurier" Amthor weiter zitiert.

Im Video kommt die entsprechende Szene ungefähr ab Minute 17: 

Philipp Amthor: Habe "unangebracht reagiert" 

Der Deutschen Presse-Agentur sagte der CDU-Politiker am Donnerstag: "In der Situation habe ich unangebracht reagiert und mich davon sofort distanziert - klar und deutlich. Die Situation entstand in einer Zeit, in der viele darüber diskutiert haben, ob Fußballspieler die Nationalhymne mitsingen. Für mich ist aber klar, dass Religion und Nationalhymne nichts miteinander zu tun haben. Natürlich freue ich mich über jeden, der die Hymne mitsingt." Zuvor hatte sich Amthor im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung geäußert.

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) twitterte am Donnerstag, was Amthor sage sei rassistisch. CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus müssten "unmissverständlich klarmachen, dass Rassismus in der CDU keinen Platz hat". Amthor müsse sich bei allen Muslimen entschuldigen. 

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fin / DPA