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CDU nach der Wahlschlappe: Union geschlossen hinter der Chefin

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sieht auch nach der Wahlschlappe seiner Partei in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz CDU-Chefin Angela Merkel fest im Sattel. "Die Union steht geschlossen zu Angela Merkel", sagte Gröhe am Montag in der ARD.

Die CDU-Führung sieht nach der Abwahl in Baden-Württemberg keine Notwendigkeit für personelle Konsequenzen auf Bundesebene. Auf die Frage im ARD-"Morgenmagazin", ob die Partei so aufgestellt bleibe, wie sie ist, antwortete Generalsekretär Hermann Gröhe am Montag: "Selbstverständlich (...) Die Union steht geschlossen zu Angela Merkel. Wir müssen gemeinsam jetzt die Herausforderungen anpacken."

Der CSU-Wirtschaftsflügel forderte dagegen Konsequenzen auf Bundesebene. "Was aus Berlin in den vergangenen Monaten kam, hat erst zur Irritation der eigenen Leute geführt und dann die Wähler vergrault. Das gilt für die Steuerpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Europapolitik und auch die Bündnispolitik", sagte der Vorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Hans Michelbach, dem "Handelsblatt Online".

Gröhe erklärte, die Union habe es in den zwei Wochen seit der Atomkatastrophe von Japan nicht geschafft, ihre atompolitische Veränderungsbereitschaft glaubhaft zu machen. Dieser Weg soll nach seinen Worten nun weiter verfolgt werden. Man wolle "schnell ins Zeitalter der erneuerbaren Energien, das gepaart mit wirtschaftlicher Vernunft", sagte Gröhe. Es werde für die Atomkraftwerke "starke Sicherheitsüberprüfungen" geben. Er gehe davon aus, dass die Mehrheit der derzeit vorläufig abgeschalteten sieben ältesten Meiler endgültig stillgelegt werde.

Reuters/DPA / DPA / Reuters