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Debatte um islamfeindlichen Film: US-Hassprediger nennt deutsches Einreiseverbot "absurd"

Der US-Pastor Terry Jones wollte das Schmähvideo gegen Muslime in Deutschland zeigen. Das Nein der Bundesregierung kann er nicht nachvollziehen. Zugleich gießt er neues Öl ins Feuer.

Der US-Prediger Terry Jones hat das gegen ihn verhängte Einreiseverbot als "absurd" kritisiert. In einer am Dienstag von der rechtspopulistischen Splittergruppe Pro Deutschland veröffentlichten Erklärung schreibt der Geistliche, Versuche zur Begrenzung der Meinungsfreiheit seien "der Anfang vom Ende westlicher Gesellschaften". Jones wollte den islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime" in Deutschland vorführen.

Die Meinungs- und Redefreiheit sei einer der Grundpfeiler einer freien Gesellschaft, schreibt Jones. Der Islam sei eine gewalttätige Religion, gegen die keine Politik der Beschwichtigung betrieben werden dürfe. Stattdessen müsse der Westen nun zusammenstehen gegen alle Bedrohungen seiner Werte.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatten ein Einreiseverbot gegen den Pastor verhängt. "Wir wollen keine Hassprediger in Deutschland haben", begründete Westerwelle den Schritt im Einklang mit Friedrich. "Denn so wie es Extremisten gibt in der arabischen Welt, die jetzt ja auch zu Hass aufrufen und Aufruhr verursachen, (...) so gibt es leider auch Fundamentalisten, Radikale, Rechtsradikale und -extremisten bei uns in der westlichen Welt."

Kulturrat fordert Dialog mit Muslimen

Unterdessen hat der Deutsche Kulturrat die Medien zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Schmähvideo aus den USA aufgerufen. "In Zeiten des weltweiten Netzes sind Verbote letztlich unwirksam", erklärte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Dienstag in Berlin. Wirksam wäre aber eine Ausgrenzung der Scharfmacher, sagte er mit Blick auf die rechtspopulistische Splitterpartei Pro Deutschland. Deren Ankündigung, den Schundfilm öffentlich zeigen zu wollen, erhalte in einem beängstigenden Maße mediale Aufmerksamkeit.

Zimmermann sprach sich dagegen für mehr Dialog über den Islam und mit Muslimen aus. Verbote hätten nur die Wirkung, die im Grundgesetz garantierten Freiheiten auszuhöhlen. Der Deutsche Kulturrat ist der Spitzenverband von mehr als 200 Bundeskulturverbänden.

Die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat rief die Kinobetreiber der Hauptstadt zu einem Boykott des Videos auf. "Man darf gezielter Provokation keinen Raum lassen", sagte die SPD-Politikerin im RBB-Inforadio. "Es geht darum, es ihnen so unbequem wie möglich zu machen", sagte Kolat zu der geplanten Aufführung.

Schauspielerin sieht sich getäuscht

Eine aus der Ex-Sowjetrepublik Georgien stammende Schauspielerin des Videos hat den US-Produzenten des Films derweil schwere Täuschung vorgeworfen. Niemals sei bei den Dreharbeiten von einem religiösen Hintergrund die Rede gewesen, wurde die Darstellerin Anna Gurji in Tiflis vom staatlichen TV-Sender Rustawi-2 zitiert.

Den Mitwirkenden sei gesagt worden, der Streifen mit dem Arbeitstitel "Desert Warrior" (Wüstenkrieger) handele von einem Meteoritensturz auf die Erde, sagte die als Ana Giorgobiani geborene Frau aus der Südkaukasusrepublik. Der Film sei dann in der Nachproduktion völlig verändert worden, behauptete sie.

Selbstmordattentäterin tötet zwölf Menschen

Bei einem Vergeltungsanschlag wegen des Mohammed-Videos riss eine Selbstmordattentäterin am Dienstag in Kabul zwölf Menschen mit in den Tod, unter ihnen neun Ausländer. Die Angreiferin habe sich am Morgen in einem Wagen neben einem Minibus in die Luft gesprengt, teilte die Polizei in der afghanischen Hauptstadt mit. In dem Kleinbus seien ausländische Mitarbeiter einer Firma auf dem Weg zum Flughafen gewesen.

Die radikal-islamische Hesb-i-Islami (HIG) des früheren Premierministers Gulbuddin Hekmatjar übernahm die Verantwortung für den Anschlag auf der Flughafenstraße. HIG-Sprecher Subair Seddiki sagte in einem Telefongespräch, es habe sich um einen Vergeltungsanschlag für das islamfeindliche Mohammed-Video gehandelt. Die Attentäterin sei eine 20 Jahre alte Frau namens Fatima aus Kabul gewesen.

Auch in Thailand haben am Dienstag hunderte Demonstranten vor der US-Botschaft gegen das Mohammed-Video protestiert. "Zerstört Amerika" skandierten etwa 400 Teilnehmer. "Wir wollen keine Gewalt, aber wir wollen, dass die Filmemacher bestraft werden", sagte der Organisator der Proteste. Die Botschaft war vorzeitig geschlossen worden.

Bangladesch sperrt YouTube-Zugang

In Indonesien wurden die Proteste gegen das Video am Dienstag fortgesetzt. Rund 200 Menschen demonstrierten vor dem US-Konsulat in Medan auf Sumatra und verlangten rechtliche Schritte gegen die Filmemacher, berichtete die Polizei. In Makassar auf Sulawesi verbrannten Studenten US-Fahnen, berichtete das Nachrichtenportal Detik.com.

Bangladesch ist dem Beispiel Afghanistans und Pakistans gefolgt und hat den Zugang zur Internetplattform YouTube blockiert. Die Sperrung sei auf Anweisung der Regierung erfolgt und gelte für "unbestimmte Zeit", teilte die Telekommunikationsbehörde in Dhaka mit. In der Hauptstadt des südasiatischen Landes hatte es in den vergangenen Tagen ebenfalls antiamerikanische Kundgebungen gegeben. Der pakistanische Premierminister Raja Pervez Ashraf traf die Blockade-Entscheidung am Vorabend, nachdem sich YouTube geweigert hatte, Ausschnitte des Films zu entfernen.

mlr/DPA/AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(