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Ehegatten-Splitting für Homosexuelle: Es war einmal ... das Familienbild der Union

Jeder wusste, dass es so kommen würde: Das Verfassungsgericht zwingt die Union, homosexuelle Lebenspartnerschaften steuerlich mit Ehen gleichzustellen - eine Ohrfeige für die Konservativen.

Ein Kommentar von Lutz Kinkel

Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach. Wenn sich zwei Erwachsene zusammentun und öffentlich erklären, für einander einstehen zu wollen, in guten wie in schlechten Tagen, also einen Bund fürs Leben eingehen, dann schließen sie eine Ehe. Und wenn sie Kinder haben, eigene, angenommene oder adoptierte, dann bilden sie eine Familie. Ehe und Familie genießen den besonderen Schutz des Staates, werden auch steuerlich gefördert, weil die private, wechselseitige Verantwortung den Staat auch entlastet. Punkt.

Soweit kann das jeder unterschreiben, auch der konservativste Anhänger der Union. Allein: Konservative wollen die Begriffe Ehe und Familie für Heterosexuelle reservieren. Sie haben immerzu eine Bauernmalerei vor Augen: Mama, Papa, Kinder, die auf der Alm Brotzeit machen, während die Kühe auf der Weide grasen. Das ist sentimentaler Kitsch, der mit der Lebensrealität im 21. Jahrhundert nichts zu tun hat. Schlimmer noch: Solche Vorstellungen grenzen aus. Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung haben in diesem Gemälde keinen Platz, es wird so getan, als gäbe es sie gar nicht. Aber es gab sie schon immer, und es gibt sie auch in der Union. Die "Wilde 13", ein Verbund von Unionspolitikern, hat 2012 auf dem CDU-Parteitag in Hannover dafür gekämpft, eingetragene Lebenspartnerschaften mit der Ehe steuerlich gleichzustellen. Vergebens.

Ein kleinkariertes Nachhutgefecht

Dabei war zu diesem Zeitpunkt längst absehbar, dass das Bundesverfassungsgericht genau das erzwingen wird. Die Union wäre gut beraten gewesen, dem Urteil, das nun gefallen ist, zuvorzukommen und selbst die Initiative zu ergreifen. Aber sie verweigerte sich, sie wollte diesen Modernisierungsschritt nicht gehen. Sie wollte sich lieber dazu verurteilen lassen. Weil sich dann immer noch munkeln lässt, Schuld sei der "linke" Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, der sich anmaßend zum Nebenkanzler aufschwinge. Der dem Volk eine ideologisch motivierte Familienpolitik aufnötige. Das ist Kokolores, ein kleinkariertes Nachhutgefecht der Gestrigen.

Die Gestrigen verpassen damit auch die Chance, ihren Konservativismus zu erneuern. Traditionelle Werte wie Verantwortung, Pflichtgefühl und Fürsorge sind universell, sie haben nichts mit der sexuellen Orientierung zu tun. Wären nur oder vor allem Heterosexuelle dazu befähigt, stünden nicht so viele Frauenhäuser, Kinderheime und Jugendknäste in der Landschaft. Es sollte doch einfach so sein: Wer seine Sache gut macht, ob in der Partnerschaft oder in der Familie, hat dafür die volle Anerkennung verdient, auch die juristische. Wer mit wem ins Bett geht, ist Privatsache und hat den Staat nicht zu interessieren.

Die Masse tickt demokratisch

Die Gesellschaft hat das längst verstanden, hier protestieren nicht Zigtausende gegen die Schwulen-Ehe, wie das derzeit in Frankreich der Fall ist. Diese Offenheit und Toleranz in Deutschland ist ein hohes Gut, sie belegt, dass die Masse demokratisch tickt. Die Minderheit, die Gestrigen in der Union, bleibt jaulend vor ihrer Bauernmalerei hocken. Und das ist gut so.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(