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Forderung an Schavan-Nachfolgerin: Länder wollen mehr Geld für Studienplätze

Johanna Wanka hat das Amt der Bildungsministerium noch nicht einmal angetreten, da stellen die Länder schon erste Forderungen: Man brauche mehr Mittel für den Hochschulpakt, heißt es.

Angesichts der steigenden Studentenzahl hat die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) die designierte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) aufgefordert, die Mittel für den Hochschulpakt rasch aufzustocken. "Ich erwarte in der Tat, dass sich Berlin in dieser Angelegenheit schnell und deutlich bewegt", sagte Schulze der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Dienstag. Über den Hochschulpakt werden neue Studienplätze finanziert.

Der Bund müsse sich nicht wegen des Personalwechsels im Bildungsministerium bewegen, sondern weil das Thema doppelter Abiturjahrgang keinen Aufschub mehr dulde, sagte Schulze. "Es wäre nur logisch, wenn in dem Maße aufgestockt wird, wie sich die Studierendenzahlen entwickeln", sagte die SPD-Politikerin.

Die einstige Landesministerin kennt die Sorgen

Auch Baden-Württemberg setzt hohe Erwartungen in die neue Bundesbildungsministerin. Ein Sprecher der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) erklärte: "Wir sind optimistisch, dass mit Frau Wanka nun eine rasche Einigung im Bereich des Hochschulpakts möglich wird." Als ehemalige Landesministerin kenne sie die Nöte der Hochschulen sehr genau. "Wir sind deshalb sicher, dass wir zügig eine Anhebung des Finanzierungsdeckels erreichen, die den gestiegenen Studierendenzahlen Rechnung trägt", sagte der Ministeriumssprecher dem Blatt

Die bisherige Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) war am Wochenende wegen der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit zurückgetreten. Die scheidende niedersächsische Wissenschaftsministerin Wanka soll das Amt am Donnerstag offiziell übernehmen.

steh/AFP / AFP