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G20 in Hamburg: Melania Trump darf nicht raus - Krawalle behindern Partnerprogramm

Für die Partner der G20-Teilnehmer gibt es normalerweise ein nettes Begleitprogramm. Doch in Hamburg ist vieles nicht normal. Wegen der Krawalle musste das Programm geändert werden. Und Melania Trump kam erst gar nicht hin.

Melania Trump (Archivbild)

Melania Trump saß während des G20-Partnerprogramms in ihrer Unterkunft an der Alster fest (Archivbild)

Die Krawalle in Hamburg haben den Ablauf des G20-Partnerprogramms massiv beeinträchtigt. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump, Melania Trump, saß am Freitag stundenlang in ihrer Unterkunft an der Außenalster fest und verpasste den Auftakt mit Hafenrundfahrt und Vorträgen zum Klimawandel. Ein Termin im Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ), das mitten im Demo-Bereich liegt, musste kurzfristig umdisponiert und in ein Hotel verlegt werden.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte die Gipfel-Organisation von vornherein mehrere Optionen für das Partnerprogramm, zu dem Gastgeber Joachim Sauer, der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), eingeladen hatte. Der Umzug ins Hotel Atlantic entspricht demzufolge einem Ausweichplan.

Melania Trump schickt Twitter-Botschaft

Den Klima-Ausführungen des DKRZ-Chefs Thomas Ludwig folgten unter anderem Brigitte Macron, Ehefrau des französischen Präsidenten, und die Frau des argentinischen Staatspräsidenten, Juliana Awada, sowie Emine Erdogan, Ehefrau des türkischen Präsidenten.

Die "First Lady" der USA musste unterdessen im Gästehaus des Hamburger Senats ausharren. Die Polizei habe Melania Trump keine Sicherheitsfreigabe erteilt, sagte ihre Sprecherin. Nach ihren Angaben hatte sich die Präsidentengattin auf die Aktivitäten mit den anderen Partnern der Staats- und Regierungschefs gefreut. Melania Trump blieb nur das Twittern: "Meine Gedanken sind bei denen, die bei den Protesten in Hamburg verletzt wurden. Ich hoffe, dass alle sicher bleiben." Für sie gelten schärfere Sicherheitsregeln als für andere Lebens- und Ehepartner von Politikern.

Für den Abend sind ein Konzert und ein Abendessen in der Hamburger Elbphilharmonie vorgesehen, bei dem die Staats- und Regierungschefs mit ihren Partnern wieder zusammentreffen sollten. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Leitung von Kent Nagano soll Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie spielen. Für Samstag hat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) die G20-Partner zu einer Führung durch das historische Rathaus sowie ein anschließendes Mittagessen eingeladen.

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mad / DPA