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Gesundheitsminister Rösler: Kopfpauschale - oder sein Job ist weg

Gesundheitsminister Philipp Rösler hat sein politisches Schicksal mit dem Modell der Kopfpauschale verknüpft. Wenn es ihm nicht gelinge, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, so Rösler, "will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben".

Für Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ist das Modell einer Kopfpauschale im Gesundheitssystem ohne Alternative. "Es lohnt sich, neue Wege zu gehen. Es ist wesentlich gerechter", verteidigte der FDP-Politiker sein Konzept in der ARD-Talksendung "Beckmann" am Montagabend. "Wenn wir nichts ändern, dann haben die Menschen wieder das Gefühl, dass Krankheit und Gesundheit immer teurer wird, ohne dass es besser wird."

In der Sendung sieht Rösler sein politisches Schicksal mit der Durchsetzung der umstrittenen Gesundheitsprämie verknüpft: "Wenn es mir nicht gelingt, ein vernünftiges Gesundheitssystem auf den Weg zu bringen, dann will mich keiner mehr als Gesundheitsminister haben. Davon gehe ich fest aus."

Trotz aller Widerstände in der Koalition ist Rösler sicher, dass er CDU und CSU für sein Modell gewinnen wird: "Da bin ich sogar sehr überzeugt! Wir haben einen Koalitionsvertrag, den hat er auch unterschrieben", sagte Rösler mit Blick auf CSU-Chef Horst Seehofer, der eine Kopfpauschale bislang ablehnt. "Und ich glaube, er hat sogar die größte Unterschrift darauf. Dort steht ja unser Modell vereinbart schon drin, und am Ende gilt die Vertragstreue für alle Partner. Und das wird auch für die CSU gelten."

DPA / DPA