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Im stern-Interview Greta Thunberg: "Aktuell ist es schlechter, Atomkraftwerke zu stoppen, wenn Kohle die Alternative ist"

Klimaaktivistin Greta Thunberg bezieht im stern Position in der Debatte um den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken
Klimaaktivistin Greta Thunberg bezieht im stern Position in der Debatte um den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken (Archivbild)
Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hält den vorübergehenden Weiterbetrieb von Atomkraftwerken für sinnvoll – "wenn Kohle die Alternative ist", betont sie im aktuellen stern.

Angesichts der Energiekrise in Europa hat sich Klimaaktivistin Greta Thunberg im stern-Interview für den vorübergehenden Weiterbetrieb von Kernkraftwerken ausgesprochen. Sie glaube, "dass es aktuell schlechter ist, bestehende Atomkraftwerke zu stoppen, wenn Kohle die Alternative ist", sagte die 19-jährige Schwedin.

Greta Thunberg: "Ich bin gegen Atomkraft"

Gleichwohl wisse sie, dass dies nicht die Meinung der von ihr initiierten Klimaschutzbewegung "Friday for Future" sei. Grundsätzlich betonte Thunberg aber: "Ich bin gegen Atomkraft." Zentral sei es in der aktuellen Lage, Energie einzusparen, um die Klimakrise zu bekämpfen. "Aber das heißt nicht, dass wir leiden sollen."

Thunberg bezieht mit ihrer Äußerung Position in der seit Wochen heiß laufenden Debatte über den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken in Deutschland. Die Bundesregierung hatte jüngst entschieden, die Kernkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim trotz des zum Jahresende beschlossenen Atomausstiegs als Notfallreserve beizubehalten und erst im April 2023 endgültig stillzulegen.

Über die Frage des weiteren Umgangs mit der Atomenergie hierzulande ist nicht nur im Kabinett ein Streit entbrannt. Während unter anderem die FDP und ihr Bundesfinanzminister Christian Linder einen Weiterbetrieb der beiden Kraftwerke sowie des AKW Emsland fordern, wollen die Grünen und deren Energieminister Robert Habeck an dem zügigen Atomausstieg festhalten.

Im stern-Interview spricht Klimaaktivistin Greta Thunberg mit Reporter Jonas Breng offen wie nie über Hinterzimmergespräche mit Politikern, ihre "Fuck you"-Ausbrüche – und das gefährliche Gefühl Hoffnung. Das komplette Gespräch lesen Sie am Donnerstag im neuen stern (am Kiosk oder hier – auch als E-Paper – erhältlich) oder schon jetzt bei stern PLUS.

wue

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