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Jamaika-Koalition: Grüne lehnen Gespräche mit Union ab

Erst wurde die Jamaika-Koalition als Hoffnung gepriesen, nach den schwarz-grünen Sondierungsgesprächen schnell wieder beerdigt und dann erneut in Spiel gebracht. Nun stellen die Grünen klar: "Keine Gespräche mit der Union."

Die Grünen stehen für eine von der Union nochmals ins Gespräch gebrachte Koalition mit CDU/CSU und FDP definitiv nicht zur Verfügung. "Ich sehe keinen großen Sinn in der Fortsetzung weiterer Gespräche mit der Union", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck.

Beck begründete die Position seiner Partei damit, dass die Union beim ersten Gespräch "nicht hinreichend gezeigt" habe, worin das "gemeinsame politische Projekt bestehen" solle. "Die Union hat bis heute keine programmatischen Konsequenzen aus ihrer Wahlniederlage gezogen", sagte er. Deshalb fehle ihm "jeder Ansatz für Hoffnung", um in Richtung einer schwarz-gelb-grünen Koalition zu denken.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hatte am Donnerstag nach einem Gespräch mit der FDP-Spitze gesagt, die verschiedenen Bündnis-Varianten stünden "noch im Raum", weil es derzeit keine echten Koalitionsverhandlungen mit der SPD gebe.

FDP-Chef Guido Westerwelle erwartete, dass die Gespräche von Union und SPD auf eine große Koalition hinauslaufen. Allerdings schloss er am Donnerstag eine so genannte Jamaika-Koalition nicht aus: "Im Augenblick ist die Tür noch einen Spalt auf."

DPA / DPA