Kosten von 777 Millionen Euro Zwischen "skandalös" und "passt nicht in die Zeit": Massive Kritik an Erweiterung des Kanzleramts

Das Kanzleramt in Berlin
Das Kanzleramt in Berlin
© Thomas Trutschel/ / Picture Alliance
Platz da! – Trotz wachsenden Unmuts: Kanzler Olaf Scholz hält an den Plänen zur Erweiterung des Kanzleramts fest. Bis 2028 sollen für 777 Millionen Euro vor allem neue Büros entstehen. Linken-Fraktionschef Bartsch zum stern: "Passt nicht in die Zeit."

Als Olaf Scholz mit Corona in Quarantäne saß, konnte der aufmerksame Fernsehzuschauer einen Blick in die Dienstwohnung des Kanzlers werfen. Bei der Pressekonferenz mit Christian Lindner und Robert Habeck zum Doppel-Wumms war Scholz nicht in Präsenz dabei, sondern aus seinem Appartement im Kanzleramt zugeschaltet. Man blickte in eine Ecke des Speiseraumes, sah einen Tisch mit modernen weißen Stühlen und zwei abstrakte Bilder an der Wand. Aus dieser Wohnung mit rund 30 Quadratmetern Fläche führt eine Treppe direkt ins Büro des Kanzlers eine Etage tiefer. Scholz konnte also auch in Isolation an seinem gewohnten Schreibtisch sitzen. Ziemlich praktisch alles – aber aus Sicht der Regierung doch ungenügend. Und viel zu klein.

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