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Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern: SPD und CDU verabreden Frauenförderung

Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben die Koalitionsgespräche zwischen SPD und CDu begonnen. Ein erstes Ziel steht bereits: Die Frauenquote in leitenden Positionen.

Gut drei Wochen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern haben SPD und CDU Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Bei der ersten Runde am Dienstag in Schwerin verständigten sich beide Parteien auf die künftige Finanz- und Personalpolitik. Frauen sollen mehr Macht bekommen und gezielt auf Spitzenpositionen vorbereitet werden.

Kurzfristig sollen bei der anstehenden Regierungsbildung nach Möglichkeit Frauen Abteilungsleiterposten bekommen, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) nach dem gut zweistündigen Treffen von Spitzen beider Parteien in der Staatskanzlei. Sitze in Aufsichtsräten, die das Land besetzt, sollen je zur Hälfte an Frauen und Männer vergeben werden.

Insgesamt soll trotz weiter sinkender Mitarbeiterzahlen in der Landesverwaltung die Personalentwicklung an Bedeutung gewinnen Sellering und der CDU-Landesvorsitzende Lorenz Caffier betonten die Notwendigkeit von Einstellungskorridoren für junge Fachkräfte. Dafür gebe es Möglichkeiten, weil viele Ältere in den Ruhestand gingen. "Wir haben heute den Rahmen abgesteckt, Einzelfragen sind noch zu klären", betonte Caffier.

Die wichtigste finanzpolitische Frage hatten SPD und CDU bereits in den Sondierungsgesprächen geklärt. Beide Parteien wollen am strikten Sparkurs der vergangenen Jahre festhalten und neue Kredite vermeiden. Dazu hat der Landtag bereits vor dem Sommer die Schuldenbremse in die Landesverfassung aufgenommen.

Die Koalitionsgespräche werden am Mittwoch mit dem Bereich Landwirtschaft und Umwelt fortgesetzt. Die Verhandlungen sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Für den 22. Oktober haben SPD und CDU jeweils Parteitage angesetzt, um über die Ergebnisse zu beraten und zu entscheiden.

DPA / DPA