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Kritik an Thesen zur Integration Sarrazin muss sich vor Bundesbank-Spitze rechtfertigen


Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin muss sich rechtfertigen: Der SPD-Politiker soll in einer Vorstandssitzung der Bank Stellung zu seinen umstrittenen Thesen zur Integration von Muslimen nehmen.

Der wegen seiner Thesen zur Integration von Ausländern heftig kritisierte Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin muss sich an diesem Mittwoch einer Anhörung durch die Spitze der Bank stellen. Wie ein Banksprecher in Frankfurt am Main sagte, war für den Vormittag eine Vorstandssitzung anberaumt. Auch der Ethik-Beauftragte der Zentralbank werde zu Rate gezogen. Ob es nach der Vorstandssitzung möglicherweise bereits eine Entscheidung über die berufliche Zukunft von Sarrazin gibt, war zunächst offen. Der Bundesbank-Sprecher kündigte für die Mittagsstunden eine Pressemitteilung an.

Der frühere Berliner SPD-Finanzsenator Sarrazin steht seit Tagen wegen seiner Thesen zur Integrationsfähigkeit von Muslimen und Äußerungen zur angeblichen genetischen Disposition bestimmter Volksgruppen in der Kritik. Der SPD-Parteivorstand hat deshalb ein Parteiausschluss-Verfahren gegen ihn eingeleitet. Die Bundesbank distanzierte sich von seinen Äußerungen, verzichtete bisher aber auf einen Antrag auf Entlassung, weil sie ihn erst anhören wollte. Nach Einschätzung von Arbeitsrechtsexperten reichen die umstrittenen Äußerungen von Sarrazin aber womöglich nicht aus, um ihn rauszuwerfen.

AFP AFP

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