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Beschluss der Bundesregierung: Mehr staatliche Förderung beim Einbruchschutz

Bisher galt in Sachen Einbruchschutz: Nur wer viel Geld in die Hand nimmt, hat Anspruch auf staatliche Förderung. Das wird sich nun ändern. Die Bundesregierung setzt ein klares Zeichen für Prävention.

Ein fiktiver Einbrecher versucht mit einem Brecheisen eine Tür aufzuhebeln. Einbruchschutz wird nun staatlich stärker gefördert.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Einbruchschutz wird durch die Bundesregierung nun stärker gefördert (Symbolbild)

2000 Euro musste man bisher in den Einbruchschutz investieren, um einen staatlichen Zuschuss zu beantragen. Das Bundesinnenministerium und das Bundesbauministerium teilten am Dienstag in Berlin mit, das jetzt auch kleinere Umbauten staatlich gefördert werden sollen. Die Mindestsumme wird ab sofort auf 500 Euro herabgesetzt.

Die Höhe des Zuschusses etwa für einbruchsichere Fenster und Türen liegt demnach bei zehn Prozent der Kosten - bei 500 Euro wären dies 50 Euro. Staatliche Zuschüsse gibt es bis maximal 1500 Euro.

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Einbruchschutz: Auch kleine Umbauten helfen

Die deutliche Absenkung der Mindestinvestitionssumme sei "ein klares präventives Signal", erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Ein Einbruch in die eigenen vier Wände sei für die Betroffenen "ein massiver Eingriff, der häufig zu anhaltender Verunsicherung und Ängsten führt". Deshalb sei Eigenvorsorge wichtig. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) ergänzte: "Jeder soll sich in seiner Wohnung sicher fühlen. Dabei können schon kleine Maßnahmen helfen." Die große Nachfrage zeige, dass es da Bedarf gebe.

Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, der Einbau und die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen, die Nachrüstung von Fenstern mit einbruchhemmenden Gittern oder Rollläden und der Einbau von Meldeanlagen wie Kamerasystemen. Die Anträge können direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt werden - und zwar vor Beginn der Umbauten durch ein Fachunternehmen.
Im vergangenen Jahr gewährte die KfW mehr als 40.000 Förderzuschüsse für Einbruchschutz. Damit seien in rund 50.000 Wohneinheiten Umbauten zum Einbruchschutz realisiert worden.

sve / DPA / AFP