Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner erwägt anscheinend doch keinen Wechsel in die Landespolitik. "Diese Spekulationen entbehren jeder Grundlage", sagte ein Sprecher der CSU-Politikerin. Zuvor hatten CSU-Kreise Berichte von "Münchner Merkur" und "Süddeutscher Zeitung" bestätigt, wonach Aigner eine ernsthafte Kandidatin für das Amt der bayerischen Finanzministerin sei. Demnach sollte es bereits Gespräche zwischen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Aigner über deren Wechsel von Berlin nach München gegeben haben.
Der derzeitige bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) hatte am Freitag erklärt, neuer Sparkassenpräsident werden zu wollen. Mit dieser Entscheidung überraschte er sowohl Seehofer als auch seine Partei. Die seitdem laufende Suche nach einem Nachfolger entwickelte sich inzwischen für Seehofer zu einer Hängepartie. Als Favoritin für das Amt galt zunächst die bayerische Sozialministerin und ehemalige CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer. Ursprünglich wollte Seehofer die Nachfolgeentscheidung bereits am Dienstag getroffen haben. In der CSU-Landtagsfraktion hieß es, es gebe wachsenden Unmut über die unklare Situation.