Ehe er sein Lebensziel - das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten - erreichte, bewährte sich Horst Seehofer als politischer Überlebenskünstler. Unter Kanzler Kohl war er, der Sohn eines Lkw-Fahrers, Bundesgesundheitsminister (1992-1998), dann erkrankte er an einer lebensgefährlichen Herzmuskelkrankheit. In der Großen Koalition war er Merkels Minister für Ernährung und Landwirtschaft. Als die CSU 2008 die absolute Mehrheit im Landtag verlor und das Duo Günther Beckstein (Ministerpräsident) und Erwin Huber (Parteichef) zurücktreten musste, wurde Seehofer in beiden Ämtern Nachfolger. Er hatte diese Position schon früher angestrebt, doch dann flog auf, dass er eine außereheliche Affäre hatte, der eine Tochter entstammt. Seehofer entschied sich schließlich gegen seine Affäre und für seine Ehefrau. Danach war er für die CSU wieder wählbar.
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Für Horst Seehofer rückt die absolute Mehrheit seiner Partei bei den Landtagswahlen in Bayerin in weite Ferne. Nun strebt der CSU-Chef eine Koalition mit der FDP an.
Die CSU kommt nicht zur Ruhe: Schon 2009 wusste der ehemalige Chef der Regierungszentrale, dass Abgeordnete Frauen und Kinder angestellt hatten. Zu Horst Seehofer sei das nicht durchgedrungen.
Die Verwandtenaffäre in der CSU sorgt für Unmut unter Kollegen: Weil Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer deren Auswirkungen verharmloste, erntete er Kritik von Horst Seehofer.
Die Verwandtenaffäre wird die CSU bei der kommenden Landtagswahl Stimmen kosten. Davon ist Parteichef Horst Seehofer überzeugt. Koalitonspartner FDP reagiert darauf mit einer gewissen Genugtuung.
Nur ein paar hundert Gäste kamen in die Münchner Nobeldisco P1, um mit Silver-Surfer Horst Seehofer zu feiern. Der gab sich auf seiner Facebook-Party als Feierbiest zum Anfassen.
In der Verwandtenaffäre des bayerischen Landtags war die Regierungszentrale von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) schon seit Jahren über die heute strittige Praxis der Beschäftigung naher Verwandter informiert.
CSU-Sprecher Hans Michael Strepp gibt seinen Posten auf. In der Affäre um seinen Drohanruf in der ZDF-Redaktion entsprach CSU-Chef Seehofer Strepps Bitte, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden.
So eins war Horst Seehofer selten mit sich und seiner Partei. In München hat der vor Kraft und Harmoniewillen strotzende CSU-Chef die Losung für 2013 vorgegeben: Bayern gehört uns - ganz alleine.
Er war der Paria in der Union. Zufall, Glück und Stoiber brachten ihn ins Kabinett - als Minister für Rüben und Kühe. Aber Horst Seehofer reicht das nicht. Er fingert längst wieder bei der Gesundheit mit.
Erst Sarrazin, dann Seehofer, heute weitere CSU-Politiker: Schelte gegen zuwandernde Türken kommt in Mode. Vier Polit-Parolen - und was Experten dazu meinen.
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Horst Lorenz Seehofer ist ein deutscher Politiker. Seit Oktober 2008 ist er Ministerpräsident des Freistaates Bayern und Vorsitzender der CSU. Er war von 1992 bis 1998 Bundesminister für Gesundheit und von 2005 bis 2008 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.