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"Absoluter Rekord" Nach Baerbock-Kür: Grüne erleben nie dagewesene Eintrittswelle neuer Mitglieder

Annalena Baerbock
Der Grünen-Vorstand hatte Annalena Baerbock am Montag als Kanzlerkandidatin vorgeschlagen, nachdem sie und Co-Parteichef Robert Habeck sich untereinander verständigt hatten (Archivbild)
© Jens Krick / Picture Alliance
Mehr als 2000 statt 150 bis 300: Die Grünen haben nach der Nominierung von Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin so viele Beitrittsanträge erhalten wie noch nie zuvor. Die bisherige Bestmarke war nach der Europawahl 2019 erreicht worden.

Nach der Nominierung von Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin Anfang der Woche verzeichnet ihre Partei einen Mitgliederboom. Von Montag bis Freitag stellten nach Grünen-Angaben 2159 Menschen Beitrittsanträge. "Die Eintrittswelle in den letzten Tagen ist ein absoluter Rekord in der Parteigeschichte", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Deutschen Presse-Agentur. "Es läuft rund bei uns und das macht mir gute Laune."

Die Woche mit dem stärksten Interesse an einer Mitgliedschaft war laut Grünen bislang die nach der Europawahl im Mai 2019 mit 1598 Anträgen. Im Durchschnitt schwankt die Zahl der Anträge für eine Parteimitgliedschaft demnach pro Woche zwischen 150 und 300.

Im vergangenen Jahr gewannen die Grünen mehr als 10.000 Neumitglieder. Zum Jahreswechsel hatten sie mehr als 107.300 Mitglieder. 

Parteitag muss Baerbock als Kanzlerkandidatin noch bestätigen

"Ich begrüße alle neuen Mitglieder herzlich", sagte Kellner. "Jetzt ist die richtige Zeit für einen neuen Aufbruch in diesem Land, für Klimaschutz, die Reduzierung von Ungleichheit und ein gemeinsames Europa einzutreten." Die Eintrittswelle zeige, dass sich viele Menschen nach Veränderung sehnten. "Ich freue mich sehr darauf mit so vielen Grünen wie noch nie in den Wahlkampf mit einer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu starten."

Baerbock, Laschet und Scholz im RTL-Interview

Der Grünen-Vorstand hatte Baerbock am Montag als Kanzlerkandidatin vorgeschlagen, nachdem sie und Co-Parteichef Robert Habeck sich untereinander verständigt hatten. Der Parteitag im Juni muss die Nominierung noch bestätigen, was aber erwartet wird.

mod DPA

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