Neuer Notruf 115 gegen Behördenärger


Kleine Probleme mit dreckigen Bushaltestellen und große mit dem Finanzamt sollen nach Willen von Kanzlerin Angela Merkel künftig bei einem Behördennotruf gemeldet werden können - 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will einen bundesweit einheitlichen Notruf einführen, der bei Ärger mit Behörden und Ämtern weiterhilft. Unter der Nummer 115 sollen Experten sieben Tage in der Woche rund um die Uhr Bürger beraten, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Dabei könne es sich um Probleme wie ein Schlagloch in der Straße, die verdreckte Bank im Bushäuschen oder Probleme mit Antragsformularen handeln. Damit dies gelingt, sollen alle Behörden von Bund, Ländern und Kommunen technisch miteinander vernetzt werden. Merkel wolle sich auf der ersten nationalen IT-Konferenz in Potsdam für den Notruf öffentlich stark machen.

Vorbild New York City

Vorbild sei der Bürgerservice in New York, mit dem Michael Bloomberg die Bürgermeisterwahl in der US-Metropole gewonnen hat. Unter der Telefonnummer 311 meldet sich in New York innerhalb von maximal sieben Sekunden rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner, der sich um die Anliegen seiner Anrufer persönlich kümmert. Dabei verbindet er nicht einfach weiter, sondern gibt selbst Auskunft oder nennt eine neue Telefonnummer, unter der dem Bürger konkret geholfen wird.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker