Fried – Die Politik-Kolumne „Hättest du nur was Vernünftiges gelernt": Wie ich als Berlin-Korrespondent die meiste Zeit mit Warten verbringe

Nico Fried Kolumne Illustration
Nico Fried über die Begleiterscheinung des Wartens als Hauptstadtkorrespondent
© Stern Montage: Foto: Steffi Loos/CommonLens/ddp images
Die wichtigste Voraussetzung für den Job des politischen Journalisten: Geduld haben, viel Geduld. stern-Kolumnist Nico Fried berichtet von quälend langen Pressekonferenzen und Stunden des Wartens im politischen Berlin.

Neulich hat ein Kollege ein Foto getwittert. Darauf waren ein paar Journalisten zu sehen, die in Montreal in der Sonne auf die Pressekonferenz von Olaf Scholz und dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau warteten. Ich war auch auf dem Foto, auf dem Boden ruhend.

Twitter ist ein soziales Medium, dessen Nutzer zur strengen Maßregelung neigen ("Check erst mal deine Fakten!"), während die Ironie dort jeden Tag tausend Tode stirbt ("Das kann doch nicht dein Ernst sein!"). Aber zu diesem Foto gab es einen ironischen Kommentar, der überlebte. Er ging so: "Journalismus ist anstrengend. Aber trotzdem viel besser als Arbeiten."

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