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Patrick Döring Das ist der neue FDP-General

Er ist Jazzliebhaber, Fußballfan und Kumpel von Philipp Rösler: Bis jetzt war der neue FDP-General Patrick Döring in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Das dürfte sich nun ändern.

Er gilt als akribischer Arbeiter, der in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist: Patrick Döring (38). Nach wenigen Monaten als FDP-Bundesschatzmeister wird der gesellige Niedersachse jetzt Generalsekretär der Liberalen und ersetzt den einstigen Hoffnungsträger Christian Lindner. Er fühle sich "sehr geehrt" und wolle das neue Amt "mit großer Energie und großem Ehrgeiz annehmen", sagte Döring am Mittwochabend bei der Vorstellung durch FDP-Chef Philipp Rösler.

Seit 2005 sitzt der Diplom-Ökonom Döring für die FDP im Bundestag. Dort hat er sich zum Fraktionsvize und verkehrspolitischen Sprecher hochgearbeitet. Mit Parteichef Rösler verbindet ihn nach Angaben von Parteifreunden ein "blindes Vertrauensverhältnis". Beide kennen sich aus Hannover, arbeiteten eng im Landesvorstand der FDP-Niedersachsen zusammen. Beim Mitgliederentscheid zum Euro-Rettungsschirm gehörte Döring von Anfang an zu den entschiedenen Unterstützern Röslers.

Bestens vernetzt in Berlin

Bundesgesundheitsminister nach Berlin berufen wurde, war Döring einer der ersten Ansprechpartner des damals 36-Jährigen. Denn Döring ist bestens vernetzt in Berlin - sowohl innerhalb als auch außerhalb der FDP, mit vielfältigen Kontakten zu anderen Parteien, Verbänden und zur Wirtschaft. Bis heute verbindet die beiden Niedersachsen auch privat ein enges Verhältnis.

Vor seiner Wahl in den Bundestag war Döring Fraktionschef der FDP im Stadtrat von Hannover. Wenn er nicht in Berlin ist, lebt er mit seiner Frau Juliane in der Stadt an der Leine. Dörings Parteifreunde schätzen an ihm insbesondere dessen rhetorischen Fähigkeiten. "Er kann klar formulieren, nach innen motivieren und nach außen zum Angriff blasen", loben ihn Weggefährten.

Der leidenschaftliche Golfer, Jazz-Saxofonist und Fan des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 ist seit 1991 Mitglied der Partei. Der Bundestagsabgeordnete hat übrigens eine Sache mit vielen anderen Hannoveranern gemeinsam: Er kommt nicht von hier. Geboren und aufgewachsen ist er in Himmelpforten, einem Örtchen nahe Stade.

kng/DPA DPA

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