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Schlag 12 - der Mittagskommentar aus Berlin: Der Vorbestrafte und seine "Pegida"-Wutbürger

In Dresden bekommen die Montagsdemos der dubiosen "Pegida" immer mehr Zulauf. Angeführt werden die Proteste von dem schillernden Werbemann Lutz Bachmann. Und die Politik reagiert: hilflos.

Von Werner Mathes

Lutz Bachmann, Frontmann von "Pegida", will das Abendland gegen "kriminelle Asylanten" verteidigen - dabei hat er selbst eine kriminelle Vergangenheit

Lutz Bachmann, Frontmann von "Pegida", will das Abendland gegen "kriminelle Asylanten" verteidigen - dabei hat er selbst eine kriminelle Vergangenheit

Dresden, Montagabend. Rund 10.000 Demonstranten marschieren durch die Stadt. Sie sind dem Aufruf des Bündnisses "Pegida" gefolgt, den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes". Bei der ersten dieser Montagsdemos am 20. Oktober waren es noch ein paar hundert Menschen, die in der sächsischen Landeshauptstadt gegen Ausländer und Muslime protestiert hatten. Woche für Woche versammeln sich nun immer mehr Leute hinter Transparenten wie "Gewaltfrei & vereint gegen Glaubenskriege auf deutschem Boden". "Deutschland erwacht, wir werden jeden Tag mehr", jubelt "Pegida"-Frontmann Lutz Bachmann, "für unser Vaterland, für Deutschland, es ist unser Land, das Land unserer Ahnen, Nachfahren und Kinder, und dafür erheben sich immer mehr Menschen und gehen zum Protest auf die Straße."

Wogegen wird in Dresden und wohl auch bald in anderen deutschen Städten protestiert? Wer geht da hin? Und wer ist dieser Lutz Bachmann?

Es geht um "kriminelle Asylanten", die etablierten Parteien, die gekauften und gleichgeschalteten Medien, den Euro oder die Sexualisierung von Kindern - und die drohende "Islamisierung des Abendlandes". Eine dubiose Mischung aus Rechtsextremisten, Hooligans und frustrierten und besorgten Wutbürgern findet sich da zusammen, Menschen, die sich abgehängt und ausgegrenzt fühlen, die Angst haben, nicht mehr wahrgenommen zu werden von der Politik. Lutz Bachmann, ein 41-jähriger Inhaber einer Werbeagentur, sprach am Montag vergangener Woche vor der Menge von armen Rentnern, die in unbeheizten Wohnungen säßen und sich kein Stück Stollen mehr leisten könnten, während Asylbewerber in luxuriös ausgestatteten Unterkünften lebten. Er soll auch mal getwittert haben, grüne "Öko-Terroristen" gehörten "standrechtlich erschossen", "allen voran Claudia Fatima Roth".

Die Politik? Hilflos

Bachmann, der "null Toleranz gegenüber kriminellen Zuwanderern" verlangt, ist selbst kein unbeschriebenes Blatt. Er hat mehrere Vorstrafen, unter anderem wegen Einbrüchen, schweren Diebstahls, Trunkenheit im Straßenverkehr oder Anstiftung zur Falschaussage. 1998 floh er, weil ihm hier eine fast vierjährige Haftstrafe drohte, nach Südafrika, wo ihn nach zwei Jahren die Einwanderungsbehörde aufspürte. 2008 wurde er mit 40 Gramm Kokain erwischt, derzeit ist er auf Bewährung frei. Nur die Propaganda manipulierter Medien? Nein. Er steht zu seiner Vergangenheit - und will sich deshalb auch wieder aus dem Rampenlicht zurückziehen.

Auf die Wut aus dem Osten reagiert die Politik wie gehabt: hilflos. Sachsens Innenminister will polizeiliche Spezialeinheiten für straffällig gewordene Asylbewerber einrichten, obwohl sie strafrechtlich nicht auffälliger sind als Deutsche. In der CDU wird schnell ein Verbot der Burka gefordert, mit der sich strengstgläubige Muslima verschleiern. Wie viele Burka-Trägerinnen gibt es in Deutschland? 200? 100? Oder noch weniger? Und die braven Bayern von der Schwesterpartei CSU wollen sogar vorschreiben, dass ausländische Zuwanderer nicht nur in Ämtern deutsch zu sprechen haben, sondern auch innerhalb ihrer vier Wände - davon sind sie nach Hohn und Spott inzwischen aber wieder abgerückt.

In Dresden gingen gestern Abend auch andere Menschen auf die Straße, ebenfalls annähernd 10.000, die für eine weltoffene Landeshauptstadt demonstrierten. Dazu aufgerufen hatten Parteien, Kirchen, die Universität und diverse Vereine. Sie fürchten, dass Sachsen bald nicht mehr attraktiv sein wird für hochqualifizierte Fachkräfte und Wissenschaftler aus dem Ausland, die das Bundesland dringend braucht - und haben Recht. Wie viele Ausländer es in Sachsen überhaupt gibt? 2,2 Prozent. Und von den 200.000 Flüchtlingen, die Deutschland in diesem Jahr aufnimmt, wird der Freistaat gerade mal 12.000 unterbringen müssen. Ein Grund zu Angst und Sorge ist das noch nicht.

stern-Reporter Werner Mathes arbeitet in Berlin, wo über 500.000 Ausländer aus fast 200 Staaten leben - und kommt damit ganz gut klar. Dem Autor können Sie unter @wernermathes auf Twitter folgen.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.