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Veto-Recht Putin lehnt neue Sanktionen gegen Nordkorea ab

Wladimir Putin in Xiamen
Wladimir Putin befürchtet, dass verschärfte Sanktionen und militärische Antworten auf Nordkoreas jüngste Provokationen zu "einer weltweiten Katastrophe" führen könnten.
© Kremlin Pool/ZUMA/Picture-Alliance
Russland's Präsident Wladimir Putin hat sich entschlossen der Forderung der USA nach neuen, verschärften Sanktionen gegen Nordkorea nicht nachzukommen. Russland bevorzugt diplomatische Lösungsansätze.

Nachdem Nordkorea am Sonntag verkündete, einen Atomtest mit einer Wasserstoffbombe durchgeführt zu haben, erwägt der Westen verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea und Machthaber Kim Jong Un. Während die USA sogar von "massiven militärischen Antworten" sprach, sprechen sich Gabriel und Putin für eine diplomatische Lösung aus. Russland geht sogar einen Schritt weiter und möchte auch auf etwaige Sanktionen möglichst komplett verzichten.

Putin sagte am Dienstag am Rande des Brics-Gipfels im chinesischen Xiamen, neue Strafmaßnahmen wären "sinnlos und wirkungslos". Die USA hatten zuvor im UN-Sicherheitsrat für einen neuen Sanktionsbeschluss geworben. Auch die Bundesregierung befürwortet ein solches Vorgehen. Russland kann als Vetomacht die Entscheidung blockieren.

USA will Nordkorea sanktionieren- Putin will Diplomatie

Ausgerechnet auf dem Höhepunkt der Krise warf Trump der Regierung Südkoreas eine Beschwichtigungspolitik vor. Doch wurde ihm in den USA selber widersprochen. "Moon hat in Wirklichkeit den US-Ansatz von höchstmöglichem Druck und Engagement sehr unterstützt", sagte der frühere Experte im US-Außenministerium für Fragen der Nichtverbreitung von Atomwaffen, Robert Einhorn, der New York Times". Tatsächlich betonte Moon am Telefon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, es sei an der Zeit, ernsthafte Sanktionen wie den Stopp von Öllieferungen an Nordkorea zu erwägen.

Doch der russische Präsident hält nicht viel von härteren Sanktionen, sondern sprach sich erneut für eine diplomatische Lösung im Nordkorea-Konflikt aus. Ansonsten drohe "eine weltweite Katastrophe mit zahlreichen Opfern", warnte er. Die Abstimmung im UN-Sicherheitsrat ist für den Montag kommender Woche geplant.

Auch Bundesregierung fordert Sanktionen gegen Nordkorea

Auch die Bundesregierung in Person von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen, um eine friedliche Lösung des Atomkonfliktes zu erzielen. Dazu sollten die Sanktionen ausgeweitet werden, indem etwa Häfen für nordkoreanische Schiffe gesperrt werden. Zudem sollte auf nordkoreanische Gastarbeiter verzichtet werden, sagte Gabriel am Dienstag in Berlin. Denn alle finanziellen Mittel, die nach Nordkorea gelangten, setze das dortige Regime auch für Atomwaffen ein.

Veto-Recht: Putin lehnt neue Sanktionen gegen Nordkorea ab
fk/AFP/DPA

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