Reaktion der Bundesregierung Osthoff bekommt Geldhahn zugedreht


Als Konsequenz der Entführung von Susanne Osthoff will die Bundesregierung keine weiteren Projekte der Deutschen unterstützen. Das Auswärtige Amt warnt so vor einer Rückkehr in den Irak.

Die Bundesregierung will offenbar keine Projekte der deutschen Archäologin Susanne Osthoff im Irak mehr finanziell unterstützen. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete unter Berufung auf das Auswärtige Amt, Osthoff sei nach dem Ende ihrer Entführung "unmissverständlich aufgefordert" worden, nicht mehr in den Irak zurückzukehren.

Als Konsequenz aus dem Geiseldrama werde das Auswärtige Amt auch keine Maßnahme in dem Krisengebiet fördern, die mit einem Aufenthalt von Osthoff in dem Land verbunden wäre. Davon sei offenbar das Projekt der 43-jährigen Archäologin betroffen, in der nordirakischen Stadt Arbil ein deutsches Kulturzentrum aufzubauen, sowie die Arbeit zur Sanierung einer Karawanserei in Mossul, berichtete die Zeitung.

Sie schrieb auch, dass die Deutsche in einem Haus des Bundesnachrichtendienstes in Bagdad gewohnt haben soll. Aus diesem Grund sei Osthoff von den Entführern anfänglich für eine Spionin gehalten worden. Osthoffs Mutter Ingrid Hala sagte dem Blatt, sie warte seit der Freilassung noch immer auf einen Anruf ihrer Tochter. Nachdem Susanne Osthoff am Sonntag nach dreiwöchiger Geiselhaft freigelassen wurde, verließ sie den Irak.

AP/DPA AP DPA

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