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Es ist ein "Druckluftproblem": Schon wieder ein Regierungsflieger defekt: Steinmeier hängt in Äthiopien fest

Von Pannen mit Regierungsmaschinen kann die deutsche Politiker-Elite so manche Story erzählen. Jetzt hat es – wieder einmal - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwischt. Er strandete in Afrika.

Der Airbus "Theodor Heuss" am Sonntag nach der Landung in Addis Abeba. Die Parkzeit des Regierungsfliegers verlängerte sich dort wegen eines Defekts an der Maschine.

Der Airbus "Theodor Heuss" am Sonntag nach der Landung in Addis Abeba. Die Parkzeit des Regierungsfliegers verlängerte sich dort wegen eines Defekts an der Maschine.

DPA

Schon wieder ein technisches Problem mit einer Regierungsmaschine: Dieses Mal hat es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen, der wegen eines "Druckluftproblems" an seinem A340 "Theodor Heuss" in Äthiopien festsitzt. Dieses solle "schnellstmöglich" behoben werden, hieß es am Mittwoch aus dem Bundespräsidialamt. An dem technischen Problem der Maschine vom Typ Airbus A 340 werde mit Hochdruck gearbeitet, verlautete es aus Addis Abeba.

Ursprünglich sollte der Rückflug um 12.50 Uhr (MEZ) starten. Das Präsidialamt zeigte sich zuversichtlich, dass das Problem auf dem äthiopischen Airport behoben werden könne. Die rund 55 Personen umfassende Delegation, die Steinmeier seit Sonntag begleitet hatte, blieb zunächst im Hotel. Steinmeier hatte bereits 2014 als Außenminister wegen eines Defekts am Flugzeug stundenlang in Äthiopien festgesessen.

In den vergangenen Monaten hatten die Regierungsflieger der Bundeswehr durch zahlreiche Ausfälle Schlagzeilen gemacht: Erst vor knapp drei Wochen hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wegen eines Defekts an seiner Regierungsmaschine während einer Afrika-Reise mit einem Linienflug von Sambia nach Deutschland zurückkehren müssen.

Zwischenfall mit Merkels Airbus besonders gravierend

Im Dezember hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Anreise zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines Totalausfalls des Funksystems umkehren müssen. Auch sie musste auf eine Linienmaschine umsteigen und traf mit einer stark verkleinerten Delegation erst mit großer Verspätung bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Argentinien ein.

Dabei war Merkels Panne mit der "Konrad Adenauer" – ebenfalls eine Maschine vom Typ Airbus A 340 – die wohl bisher schwerste mit einem Regierungsflieger. Mehrere Medien berichteten damals, an Bord sei das komplette System zur Kommunikation mit dem Boden ausgefallen, was in der Luftfahrt als gefährlicher Notfall gilt. Deswegen hätten sich die Piloten sofort entschlossen, den Flug abzubrechen. Es sei sogar zeitweise fraglich gewesen, ob überhaupt eine geordnete Landung möglich gewesen wäre. Nur per Satellitentelefon an Bord sei es der Crew gelungen, Kontakt zur Flugleitstelle aufzunehmen und die Landung auf dem Flughafen in Köln-Bonn zu planen.

Auf einem weißen Flugzeug steht in zwei unterschiedlichen Blautönen "Airbus A380" auf der Seite
anb / AFP / DPA