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stern-Umfrage: Schwarz-rote Rentenpläne fallen durch

Was halten die Bürger von der Rentenpolitik der Bundesregierung? Die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern sollten der schwarz-roten Koalition zu denken geben.

Rentner haben im kommenden Jahr deutlich mehr im Portmonnaie

Reicht die gesetzliche Rente im Alter? Die meisten Unter-65-Jährigen bezweifeln das.

In einer Umfrage im Auftrag des stern hat das Forsa-Institut ermittelt, was die Bürger von der Rentenpolitik der Bundesregierung halten. Danach will eine Mehrheit von 67 Prozent, dass die Parteien das Thema aus dem Bundestagswahlkampf heraushalten und gemeinsame Lösungen finden. Dabei ist die Ansicht bei der Union mit 72 Prozent besonders stark ausgeprägt, während es bei der AfD nur 50 Prozent sind.

Kaum einer glaubt, dass die Rente später reicht

Eine Mehrheit der Befragten lehnt auch die verschiedenen Reformvorschläge ab, wie höhere Rentenbeiträge, eine schrittweise Anhebung des Rentenalters über 67 Jahre hinaus auf 68, 69 oder 70 Jahre oder eine weitere Senkung des Rentenniveaus. Am wenigsten schlimm finden es die Bürger, wenn die Rentenbeiträge steigen. So halten 41 Prozent diesen Vorschlag für geeignet, während ihn 53 Prozent ablehnen.

Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus befürworten dagegen nur 14 Prozent, während sich 79 Prozent dagegen aussprechen. Schließlich glauben 87 Prozent der Befragten unter 65 Jahren nicht, dass  die gesetzliche Rente im Ruhestand allein ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Allein auf die Rente vertrauen hingegen 11 Prozent der unter 65-Jährigen.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 6. und 7. Oktober 2016 im Auftrag des Magazins stern 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.