Rockerkrieg in Schleswig-Holstein Ein Ortsverein der "Hells Angels" und einer der "Bandios" verboten


In Schleswig-Holstein sind zwei Ortsvereine der Rockerbanden "Hells Angels" und "Bandidos" verboten worden.

Der schleswig-holsteinische Innenminister Klaus Schlie hat zwei Motorradclubs verboten. Betroffen sind die Vereine "Hells Angels MC Charter Flensburg" und "Bandidos MC Probationary Chapter Neumünster", wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte. "Beide Vereine verstoßen gegen die Strafgesetze und richten sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung", sagte der CDU-Politiker.

Die Verbotsverfügung sei 17 Mitgliedern der Bandidos und 12 Mitgliedern der Hells Angels von Polizeibeamten zugestellt worden. Die Clubs sind verfeindet; sie wurden in der Vergangenheit immer wieder mit teils blutigen Straftaten in Verbindung gebracht.

Seit 07.00 Uhr durchsuchten am (heutigen) Donnerstag 300 Polizeibeamte, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK), zehn Wohnungen von Vereinsmitgliedern und Vereinsheime in Flensburg und Neumünster sowie in der näheren Umgebung beider Städte. Die Durchsuchungen dienten der Feststellung, Beschlagnahme und Einziehung des Vermögens der Vereine. Über das Ergebnis des Polizeieinsatzes will das Innenministerium die Öffentlichkeit am Nachmittag informieren.

APN/AFP

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