HOME
stern-Gespräch

Rückzug vom Fraktionsvorsitz: Sahra Wagenknecht: "Politik ist eine Schlangengrube"

Ihr Rückzug als Fraktionsvorsitzende der Linken bewegt das politische Berlin. Sie fühle sich "ausgebrannt", begründete Sahra Wagenknecht ihren Schritt. Im stern räumt sie jetzt erstmals ein, dass auch andere Gründe dafür verantwortlich sind.

Sahra Wagenknecht

Räumt im stern persönliche Verletzungen ein: Linksfraktions-Chefin Sahra Wagenknecht

DPA

Die Chefin der Linksfraktion, Sahra Wagenknecht, hat zum ersten Mal eingeräumt, dass es auch die tiefen Verletzungen waren, die ihr von ihren partei-internen Widersachern zugefügt wurden, die letztlich zu ihrem Rückzug von der Fraktionsspitze beigetragen haben. In einem Interview mit dem stern sagt Wagenknecht auf die Frage, was sie besonders verletzt habe: "Wenn man mich in die Nazi-Ecke stellt, meine Auffassungen als nationalistisch oder gar rassistisch diffamiert. So etwas ist einfach niederträchtig."

Im stern spricht Wagenknecht davon, wie lange sie dagegen angekämpft habe. "Man versucht, der Außenwelt weiszumachen, dass man einen Panzer hat. Es soll ja niemand wissen, wo und wie sehr man verletzbar ist. Aber tatsächlich perlen Angriffe und Diffamierungen nicht so einfach ab."

Wagenknecht hatte Anfang vergangener Woche ihren Rückzug vom Fraktionsvorsitz  mit dem Verweis darauf bekannt gegeben, sich "ausgebrannt" zu fühlen.

Wagenknecht: "Ich fühle mich befreit"

Im stern-Gespräch sagt die Linken-Politikerin: "Politik ist schon eine Schlangengrube. Echte Freundschaften können in diesem Klima nicht entstehen." Sie sei froh darüber, in Zukunft die Auseinandersetzungen, die sie in der Vergangenheit geführt habe, nicht mehr führen zu müssen. "Insoweit fühle ich mich wirklich befreit."

Im stern appelliert Wagenknecht auch an die Linke, sich zu entscheiden, welche Partei man in Zukunft sein wolle. "Es gibt zwei Konzepte linker Politik. Entweder man konzentriert sich auf die akademisch geprägten großstädtischen Milieus – den Weg ist die Parteiführung in den letzten Jahren gegangen. Oder man bemüht sich um die abstiegsbedrohte Mittelschicht und die Ärmeren." Wagenknecht weiter: "Eine Linke, die von den Menschen, denen der Raubtierkapitalismus am übelsten mitspielt, nicht mehr gewählt wird, hat ihre Seele verloren."

Das komplette Interview lesen Sie im neuen stern

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(

Von:

und Franziska Reich