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Lockerung der Isolation Daniel Günther will Quarantäne nur noch für Corona-Infizierte mit Symptomen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erscheint zu Beratungen mit den Grünen
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erscheint zu Beratungen mit den Grünen
© Axel Heimken / DPA
Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, fordert eine Lockerung der Quarantäneregeln für Corona-Infizierte. Auch in die Energiedebatte mischt er sich ein.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat eine deutliche Lockerung der Quarantäneregeln für Corona-Infizierte gefordert. "Aktuell müssen Infizierte fünf Tage in Isolation, auch ohne Symptome. Mein Vorschlag: Nur noch wer Symptome hat, bleibt zu Hause", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Es brauche derzeit "keine Regeln, die die Menschen verunsichern, sondern solche, die vulnerable Gruppen schützen."

Bei einer Verschlechterung der Lage müsse die Möglichkeit zum schnellen Eingreifen bestehen. "Dazu reichen die aktuellen Gesetze", meinte Günther.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident duscht kalt

Wie er der "Bild" ebenfalls verreit, duscht Günther eigenen Angaben zufolge seit vielen Jahren morgens eiskalt. "Nur beim Haarewaschen muss ich ein bisschen wärmer drehen, sonst schäumt es ja nicht", sagte der CDU-Politiker. Um Energie zu sparen, verzichte er zudem im Moment auf die Sauna.

Der ebenfalls in Schleswig-Holstein lebende Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hatte vor einigen Wochen berichtet: "Ich dusche überwiegend kalt. Insofern kann ich das vielen Menschen empfehlen. Man ist auch frisch morgens, wenn man kalt duscht."

Auf die Frage, wie die Bürger Energie sparen sollten, sagte Günther: "Jeder Bürger weiß selbst am besten, worauf er vielleicht verzichten könnte. Wichtig ist mir: Finanziell Privilegierte sollten mit gutem Beispiel vorangehen." Als Möglichkeit nannte er, private Swimmingpools nicht mehr zu beheizen.

Günther für gleiche Strompreise in Nord und Süd

Günther forderte zudem den Bund auf, Unterschiede bei den Strompreisen zwischen Nord- und Süddeutschland abzuschaffen. "Schleswig-Holsteiner müssen mehr für Strom zahlen als die Bayern, weil wir mehr erneuerbare Energien ins Netz einspeisen und dafür höhere Netzentgelte zahlen. Das muss der Bund ändern", sagte Günther.

kng DPA

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