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#Hummergate: SPD-Politiker Lauterbach erntet nach Hummer-Tweet viel Kritik – auch aus der eigenen Partei

Ironie im Netz funktioniert selten – das musste auch Karl Lauterbach erkennen. Der SPD-Politiker bekam für einen Tweet viel Gegenwind. Dabei war seiner eigenen Aussage nach alles halb so wild.

Karl Lauterbach hält eine Rede im Bundestag

Karl Lauterbach sitzt seit 2005 für die SPD im Bundestag und ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender

DPA

Die Diskussion, wie viel Luxus sich hochrangige Vertreter der Arbeiterpartei SPD gönnen dürfen, ist nicht neu. Kürzlich erst musste sich die sozialdemokratische Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli viel Kritik anhören, weil sie sich mit einer Rolex am Handgelenk zeigte. Ebenfalls nicht neu ist die Frage, wie locker sich Politiker in den sozialen Netzwerken präsentieren dürfen. Hier war es vor Kurzem der Grünen-Chef Robert Habeck gewesen, der den Umgangston vor allem bei Twitter angeprangert und seinen Account anschließend gelöscht hatte.

Ganz so schlimm scheint es bei Karl Lauterbach nicht zu sein. Doch der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion bekam für einen seiner Tweets ebenfalls viel Gegenwind.

Lauterbachs Tweet vom Neujahrsempfang sorgt für Diskussionen

Am Donnerstag hatte der Gesundheitsexperte ein Foto vom Neujahrsempfang der Krankenversicherungen und der Ärztekammer in Berlin getwittert. Die Stimmung schien gut zu sein, jedenfalls grinst Lauterbach breit in die Smartphonekamera. Im Begleittext zu dem Bild berichtet er, dass es bei dem Dinner Hummer gegeben habe. Auch auf Franck Ribéry und sein Blattgold-Steak in Dubai nahm Lauterbach Bezug.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Viele User warfen dem Gesundheitsexperten Doppelmoral vor. Lauterbach hatte Bayern-Star Ribéry nach seiner Steak-Affäre ebenfalls auf Twitter scharf kritisiert. Der Tweet passe nicht zu einem Politiker, der im Bundestag für die Sorgen der kleinen Leute einstehen solle, monierten viele Nutzer. "Mit spätrömischer Dekadenz mehr soziale Gerechtigkeit wagen", schrieb zum Beispiel ein User, der für seinen Kommentar mehr als 800 Likes erntete. "So funktioniert Lobbying! Richtiger Ort, richtiges Essen, richtige Leute! Für Pflege- und Therapieberufe unerreichbar", twitterte jemand. Auch von der eigenen Parteibasis gab es Kritik – zum Beispiel vom SPD-Ortsverband in Schnelsen.

Am Montag meldete sich auch Lauterbach noch einmal zum #Hummergate zu Wort – und stellte noch einmal klar, was bei dem Empfang wirklich geschah. Seine persönliche Erkenntnis: "Spott auf Twitter sollte ich wohl mäßigen". Für einen Politiker, der so aktiv in den sozialen Netzwerken ist, sicherlich ein guter Vorsatz.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.