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Statistik über Ausländer: Zahl nicht-deutscher Staatsangehöriger steigt erstmals wieder

In Deutschland leben rund 6,75 Millionen Ausländer, ein Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl nahm damit erstmals seit fünf Jahren wieder leicht zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Jeder vierte mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit ist Türke. Fast jeder fünfte Ausländer ist in Deutschland geboren.

Erstmals seit fünf Jahren leben wieder mehr Ausländer in Deutschland. Rund 6,75 Millionen Menschen mit ausschließlich nicht-deutscher Staatsangehörigkeit waren Ende 2010 in der Bundesrepublik gemeldet. Das sind 58.000 (plus 0,9 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. "Zwischen 2006 und 2009 war die Zahl leicht rückläufig."

Im vergangenen Jahr sind rund 472.100 Ausländer nach Deutschland gezogen oder hier zur Welt gekommen. Das sind 59.700 mehr als im Jahr zuvor. Zugleich haben etwa 300.700 Ausländer das Land verlassen oder sind gestorben, 11.300 weniger als 2009. Etwa jeder fünfte der 6,75 Millionen Ausländer ist in Deutschland geboren. Im Durchschnitt leben die Zuwanderer seit fast 19 Jahren in Deutschland.

Aus einem der 27 EU-Mitgliedsstaaten stammt mehr als jeder dritte (36 Prozent) der Ausländer in Deutschland. Die Zahl der Europäer nahm dabei mit 75.400 (plus 3,2 Prozent) innerhalb eines Jahres auch besonders stark zu. Hauptursache ist laut den Statistikern Zuwanderung. Den größten Zuwachs gab es mit 21.600 Menschen bei Rumänen, gefolgt von Polen und Bulgaren. Der Anstieg aus Lettland, Bulgarien und Rumänien war prozentual am höchsten. Griechenland ist das einzige EU-Land, aus dem nennenswert weniger Menschen in Deutschland lebten als im Vorjahr (minus 1.400).

Das wichtigste Herkunftsland ist nach wie vor die Türkei, gefolgt von Italien und Polen. Fast jeder vierte Ausländer ist türkeistämmig. Die Zahl der Türken sinkt aber seit dem Höchststand vor zwölf Jahren ständig - von damals 2,1 Millionen auf inzwischen 1,6 Millionen. Als Gründe nennen die Statistiker neben Einbürgerungen und Sterbefällen auch Rückkehrer.

cjf/DPA / DPA
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