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stern-RTL-Wahltrend: Schwarz-Gelb sackt ab - auch in NRW

Rund 100 Tage nach Übernahme der Regierung steht die schwarz-gelbe Koalition denkbar schlecht da. Auch im stern-RTL-Wahltrend fällt das Bündnis zurück. Das gilt ebenso in Nordrhein-Westfalen, wo im Mai ein neuer Landtag gewählt wird.

Die Koalition aus Union und FDP findet in der Bevölkerung derzeit wenig Zustimmung. Im stern-RTL-Wahltrend erreicht die Union wie in der Vorwoche 36 Prozent, die FDP bleibt mit 9 Prozent weiter einstellig. Die SPD konnte sich dagegen um einen Punkt auf 22 Prozent verbessern. Die Linke hält sich auch nach der Rücktrittsankündigung ihres Parteichefs Oskar Lafontaine stabil bei 11 Prozent. Die Grünen kommen zum zweiten Mal in Folge auf einen Rekordwert von 16 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 6 Prozent der Wähler entscheiden (-1).

Mit zusammen 45 Prozent liegen Union und FDP nun bereits 4 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken (gemeinsam 49 Prozent).

NRW: Mehrheit für Schwarz-Grün

Auch in Nordrhein-Westfalen steht die regierende Koalition von CDU und FDP rund drei Monate vor der Landtagswahl ohne Mehrheit da. In einer Umfrage für den stern liegen die Christdemokraten derzeit bei 41 Prozent, knapp 4 Prozentpunkte unter ihrem Ergebnis der letzten Wahl im Mai 2005. Die FDP kann wie 2005 mit rund 6 Prozent der Stimmen rechnen. Auf die SPD würden 32 Prozent entfallen, ein Minus von gut 5 Punkten. Die Grünen würden sich um knapp 5 Punkte auf 11 Prozent steigern. Die Linke liegt in der stern-Umfrage bei 5 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 5 Prozent der Nordrhein-Westfalen entscheiden.

Ein denkbares schwarz-grünes Bündnis hätte also eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmen. CDU und FDP kämen dagegen gemeinsam nur auf 47 Prozent, ein Punkt weniger als SPD, Grüne und Linke (zusammen 48 Prozent). Bei der jüngsten NRW-Umfrage vor zwei Wochen war es noch umgekehrt.

FDP im Bundestief, SPD fehlt Personal

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, die CDU hätte bei der letzten Wahl im Mai 2005 stark von der damaligen Aversion gegen rot-grüne Bündnisse profitiert. Dieses Feindbild sei jetzt entfallen. Die Liberalen an Rhein und Ruhr seien in den Abwärtssog der Bundespartei geraten - zeitweise kamen sie in den Forsa-Landesumfragen auf bis zu 13 Prozent. Der SPD fehle weiter zugkräftiges Personal. So lag Spitzenkandidaten Hannelore Kraft in der Umfrage vor zwei Wochen um Längen hinter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von der CDU zurück. Dabei war gefragt worden, wen die Bürger direkt wählen würden.

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