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Jahrestag Reichspogromnacht Mit einer kleinen Tat gegen das Vergessen – wie Stolpersteine auf Hochglanz poliert werden

Eine Putzaktion gegen das Vergessen:


Auf Twitter kursieren Bilder von frisch polierten Stolpersteinen in ganz Europa.


Unter dem Hashtag #KeinVerblassen teilen Twitter-Nutzer Aufnahmen, wie sie die Steine wieder zum Glänzen bringen.


Am 9. November jährt sich zum 81. Mal die Reichspogromnacht, bei der 400 Juden ermordet und jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört wurden.


Das Twitter-Konto "Die Polierer" ruft die Aktion ins Leben und will damit ein Zeichen gegen den Antisemitismus auf der Straße sowie im Netz setzen.


Der deutsche Künstler Gunter Demnig startet das Stolpersteine-Projekt im Jahr 1992. Sie erinnern an die Opfer der NS-Zeit in 24 europäischen Ländern.


Insgesamt gibt es über 70.000 Stolpersteine – und jährlich kommen neue dazu.


Alan Hait, ein amerikanischer Tourist in Berlin, schrubbt mit und teilt die Ergebnisse seiner Arbeit auf Twitter. Gegenüber dem stern sagt der Urlauber:


"Ich habe eine entscheidende Meinung dazu, dass in der heutigen gefährlichen Welt man einen persönlichen Schritt machen muss, um Hass und Intoleranz zu bekämpfen. Meine Taten waren  eine kleine Sache, aber vielleicht bin ich den Passanten aufgefallen? Vielleicht werden sie den strahlenden Stein sehen und sich fragen, wer diese Menschen waren. Und vielleicht werden sie die Steine in ihren eigenen Straßen polieren."


Die Polier-Aktion ist ein Paradebeispiel dafür, wie Aktivismus im Netz zum positiven gesellschaftlichen Engagement in der echten Welt werden kann. 
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Unter dem Hashtag #KeinVerblassen teilen Twitternutzer Bilder von frisch polierten Stolpersteinen aus ganz Europa. Es ist eine Putzaktion gegen das Vergessen der NS-Opfer.

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