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Überfall auf Grünen-Politiker Ferhad Ahma Syrischer Botschafter ins Auswärtige Amt gerufen


Steckt der syrische Geheimdienst hinter dem Überfall auf Grünen-Politiker Ferhad Ahma? Das Auswärtige Amt trifft nun den syrischen Botschafter in Berlin, um das zu klären.

Wegen des Überfalls auf den syrischstämmigen Grünen-Politiker Ferhad Ahma in Berlin ist der Botschafter des Landes ins Auswärtige Amt gerufen worden. Der syrische Diplomat solle wegen des Vorgangs befragt werden, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch mit. Es handle sich um ein Gespräch und nicht um eine Einbestellung. Jede Art von Einschüchterungsversuchen sei jedoch inakzeptabel. Sollte sich herausstellen, dass in Deutschland akkreditierte Diplomaten an Gewaltanwendungen beteiligt gewesen seien, so werde dies schnell zu Reaktionen führen, etwa der Erklärung zur unerwünschten Person, sagte der AA-Sprecher. Ein für unerwünscht erklärter Diplomat muss Deutschland verlassen.

Der syrischstämmige Grünen-Politiker Ferhad Ahma hatte nach einem Überfall in seiner Wohnung in Berlin das Auswärtige Amt zu einer Stellungnahme aufgefordert. "Das dient auch dem Schutz anderer syrischer Oppositioneller in Deutschland", sagte Ahma. "Es muss klar sein, dass man solche Taten hier nicht dulden kann." Ahma ist Mitglied des Nationalrats der syrischen Opposition und wurde in der Nacht zum Montag in seiner Wohnung von zwei Männern überfallen. Die Grünen vermuten hinter der Attacke den syrischen Geheimdienst. Die Polizei machte zum Hintergrund bislang keine Angaben.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestags-Grünen, Volker Beck, forderte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) auf, den syrischen Botschafter einzubestellen. In einer Stellungnahme, die Beck auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte, verlangte der Politiker außerdem, die deutschen Behörden sollten Ahma unter Schutz stellen.

Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag erklärt, es stehe in Kontakt mit den zuständigen Ermittlungsbehörden und habe "sein Interesse an einer schnellen und umfassenden Aufklärung des Vorfalls deutlich gemacht".

tmm/DPA DPA

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