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Kampf gegen den Klimawandel: Umweltministerin will mehr Kohlekraftwerke abschalten

Der Weltklimabericht des IPCC ist eindeutig - um die CO2-Ziele bis 2020 zu erreichen, müssen mehr Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Bis Dezember soll Wirtschaftsminister Gabriel Vorschläge präsentieren.

Vergangenheit und Zukunft: Im Hintergrund dampfen die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes in Jänschwalde - im Vordergrund drehen sich Windenergieanlagen.

Vergangenheit und Zukunft: Im Hintergrund dampfen die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes in Jänschwalde - im Vordergrund drehen sich Windenergieanlagen.

Zur Reduzierung klimaschädlicher CO2-Emissionen will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die Zahl der Kohlekraftwerke verringern. "Wir werden Kohlekraftwerkskapazitäten abbauen müssen", sagte Hendricks am Montag in Berlin. Die jüngsten Erkenntnisse des Weltklimarates wertete sie als Weckruf. Der IPCC hatte zum schnellen Handeln im Kampf gegen den Klimawandel gemahnt. Deutschland droht sein Ziel von 40 Prozent weniger Emissionen bis 2020 (im Vergleich zu 1990) deutlich zu verfehlen, daher soll das Kabinett am 3. Dezember ein von Hendricks erarbeitetes Aktionsprogramm verabschieden.

Sie sei zuversichtlich, dass Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Reduzierung von Kohlekraftwerken bis Dezember Vorschläge vorlegen werde. Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) verwies bei dem gemeinsamen Auftritt auf das Einsparpotenzial bei Ticket- und Geldautomaten. Mit Hilfe neuer Technologien könne bei den rund zwei Millionen Automaten in Deutschland der Energieverbrauch um rund 50 Prozent gedrosselt werden - und damit auch der CO2-Ausstoß.

amt/DPA / DPA