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Ungeklärte Morde: CDU-Vize Laschet offen für neuen NSU-Ausschuss

Der NSU-Untersuchungsausschuss endete unbefriedigend. Das Attentat in der Kölner Keupstraße etwa wirft Rätsel auf. Es mehren sich in CDU und SPD Überlegungen, eine zweite Untersuchung zu starten.

Knapp ein Jahr nach dem Schlussbericht des Bundestag-Untersuchungsausschuss zur NSU-Terror-Serie fordern immer mehr Politiker weitere parlamentarische Ermittlungen. Nachdem in dieser Woche die hessische SPD die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ankündigte, wird auch in Nordrhein-Westfalen neu überlegt.

Armin Laschet, Vorsitzender der CDU-Fraktion und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, sagte stern.de: "Rund um den Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße gibt es große Ungereimtheiten. Wir prüfen derzeit ernsthaft und offen die Chancen eines Untersuchungsausschuss. Im Bundestag blieben viele Vorgänge aus Zeitmangel ungeprüft." Bisher sind im Düsseldorfer Landtag die Piraten für, SPD und Grüne gegen einen solchen Ausschuss.

Kulturfest für Keupstraßen-Opfer

Beim Nagelbombenanschlag am 9. Juni in Köln wurden 22 Menschen zum Teil schwer verletzt, nur durch glückliche Umstände kam es nicht auch noch zu zahllosen Todesfällen.

Zum Gedenken an den Anschlag der NSU-Terrorzelle findet am Pfingstwochenende in Köln ein großes Kunst-und Kulturfest sowie eine Kundgebung statt. Unter anderem kommen Bundespräsident Joachim Gauck, Vizekanzler Sigmar Gabriel, Sänger Udo Lindenberg und viele weitere Musiker und Künstler aus der Türkei und Deutschland. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: BIRLIKTE - Zusammenstehen. Mehrere zehntausend Gäste werden erwartet. Der stern unterstützt die Veranstaltung.

Uli Hauser