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Vorschlag abgelehnt Lammert will Reichstagsbrand nicht durch Politik klären lassen


Am 27. Februar 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nazis, war der Reichstag in Berlin abgebrannt. Bis heute ist nicht eindeutig, wer für den Brand tatsächlich verantwortlich war.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) will den Brand des Reichstags vor 80 Jahren nicht durch eine überparteiliche Institution untersuchen lassen. Der Vorschlag von Historikern sei gut gemeint, aber nicht zielführend, sagte Lammert am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Der Bundestag dürfe nicht in den Verdacht geraten, "er wolle sich hier in einen Streit von Historikern einmischen und mit der Autorität der Verfassungsinstitution eine historische Streitfrage klären".

Lammert verwies darauf, dass Historiker zum Reichstagsbrand vom Februar 1933 im Laufe der Zeit "mit bemerkenswertem Aufwand" Quellenrecherche betrieben hätten - mit dem Ergebnis, dass es "nach wie vor keinen völlig unstreitigen Befund gibt". Am 27. Februar 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nazis, war der Reichstag in Berlin abgebrannt. Die Nazis machten dafür Kommunisten verantwortlich, der angebliche Täter Marinus van der Lubbe wurde hingerichtet. Allerdings wurde nie der Verdacht ausgeräumt, dass die Nationalsozialisten das Feuer im Parlament selbst gelegt hatten.

ds/AFP AFP

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