Wahl zum Bundespräsidenten Gauck: Amt darf "keine Beute von Parteien" werden


Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck hat vor einem Parteienschacher um das oberste Staatsamt gewarnt. "So wichtig Parteien sind, dieses Amt sollte keine Beute von Parteien sein", sagte der von SPD und Grünen nominierte frühere DDR-Bürgerrechtler und Stasi-Aufklärer der "Bild am Sonntag". Es gehe in dem Amt darum, Mut zu machen und zu versöhnen.

Der Bundespräsidentenkandidat von SPD und Grünen, Joachim Gauck, hat vor einem Parteiengeschacher um das Amt gewarnt. Gauck sagte der "Bild am Sonntag": "Es geht in dem Amt, für das ich kandidiere, darum, Mut zu machen und zu versöhnen. Deshalb ist es gut, wenn der Bundespräsident mitten aus dem Volk kommt. So wichtig Parteien sind, dieses Amt sollte keine Beute von Parteien sein."

Der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maiziere begrüßte Gaucks Kandidatur. "Ich finde es gut, dass ein Ost- und ein Westdeutscher gegeneinander kandidieren", sagte der CDU-Politiker. Für SPD und Grüne sei Gauck eine gute Wahl. "Er hat Statur."

Gaucks Gegenkandidat, der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, äußerte sich trotz der Mehrheit von Union und FDP in der Bundesversammlung zurückhaltend. Der Kandidat der Regierungsparteien sagte der Zeitung: "Es kommt auf die Geschlossenheit von CDU, CSU und FDP an. Sicher bin ich mir erst, wenn die Mehrheit verkündet ist."

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Zeitung liegt der Regierungskandidat Christian Wulff in der Gunst der Bevölkerung derzeit knapp vorne. 41 Prozent sind demnach für den niedersächsischen Ministerpräsidenten, 32 Prozent für Gauck.

Reuters/APN Reuters

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