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Wahlkampf-Slogan "Das Wir entscheidet" Zeitarbeitsfirma sieht von Klage gegen SPD ab


Vor gut einer Woche hat Peer Steinbrück seinen Wahlkampf-Slogan vorgestellt. Eine Zeitarbeitsfirma protestierte. "Das Wir entscheidet" sei ihr Motto. Klagen will das Unternehmen jedoch nicht.

Die Zeitarbeitsfirma Propartner will nun doch nicht gegen die Nutzung ihres Slogans "Das Wir entscheidet" als Wahlkampfmotto der SPD vorgehen. Derzeit seien dagegen keine rechtlichen Schritte geplant, teilte das Unternehmen am Freitag im baden-württembergischen Eschbach mit. Allerdings werde auch Propartner "ihren Slogan, der die Werte des Unternehmens seit Jahren vermittelt, weiter verwenden".

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte "Das Wir entscheidet" vergangene Woche im Vorfeld des SPD-Bundesparteitages als Motto der Sozialdemokraten vorgestellt. Danach war bekannt geworden, dass der Slogan schon lange von Propartner genutzt wird. Das Unternehmen hatte daraufhin mit Ärger gedroht.

Für sein Unternehmen, das den Slogan 2007 kreierte, sei es ein Nachteil, mit der SPD in Verbindung gebracht zu werden, hatte der Chef der Firma, Christophe Cren, argumentiert. Als Grund nannte er die ablehnende Haltung Steinbrücks zum Thema Zeitarbeit.

"Wir bedauern es, dass die SPD nicht die positive Auswirkung der Arbeitnehmerüberlassung auf den deutschen Arbeitsmarkt anerkennt", sagte Cren am Freitag. Die Branche beschäftige immerhin rund 750 000 Mitarbeiter. "Damit spielen wir eine wichtige Rolle in der Beschaffung von Arbeitsplätzen." Die SPD will für Leiharbeiter eine bessere Bezahlung und pocht auf einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.

kgi/DPA/AFP DPA

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