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Zentralrat der Juden wählt Präsidenten Graumann soll Knoblauch nachfolgen

Der Zentralrat der Juden wählt am Sonntag in Frankfurt am Main einen neuen Präsidenten. Nachfolger der scheidenden Präsidentin Charlotte Knobloch wird voraussichtlich ihr bisheriger Stellvertreter Dieter Graumann.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wählt heute in Frankfurt am Main einen neuen Präsidenten. Als Nachfolger von Charlotte Knobloch, die nach vierjähriger Amtszeit nicht mehr kandidiert, tritt der Vizepräsident Dieter Graumann an. Der 60-Jährige wird als Vertreter der Nachkriegsgeneration der erste Mann an der Spitze der Vertretung von zurzeit rund 106.000 Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland sein, der den Holocaust selbst nicht mehr miterlebt hat.

Graumann, der 1950 in Israel geboren wurde, aber in Frankfurt zur Schule ging, hat Volkswirtschaft studiert und leitet eine Liegenschaftsverwaltung in Frankfurt. Er gehört seit 1995 dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt an.

Das neunköpfige Präsidium tritt am späten Nachmittag zur Wahl des neuen Präsidenten zusammen. Das Ergebnis der Wahl soll gegen 17.00 Uhr bekanntgegeben werden.

DAPD/AFP

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