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Toiletten-Gate Ivanka Trump soll ihren Personenschützern Klo-Zugang verwehrt haben – Notlösung kostete 100.000 US-Dollar

Ivanka Trump steht vor einem blauen Hintergrund und gestikuliert
Ivanka Trump, hier bei einer Veranstaltung, soll Mitarbeitenden des Secret Service den Zugang zu ihren Toiletten verwehrt haben
© Ross D. Franklin/AP/dpa
Über vier Jahre waren die Tochter von Donald Trump und ihr Ehemann Jared Kushner von Mitarbeitenden des Secret Service umgeben. Die Toiletten in den sechseinhalb Badezimmern des Paares hätten diese aber nicht benutzen dürfen, so ein Bericht. Für die Notlösung seien Steuerzahlende aufgekommen. 

Der Angriff auf das US-Kapitol, der Bann aus den sozialen Medien, das zweite Impeachment-Verfahren: Donald Trump beendet seine Amtszeit als US-Präsident mit einer regelrechten Rekordliste der Katstrophen. Auf den letzten Metern legt nun aber offenbar auch Tochter Ivanka Trump nochmal nach: Sie und ihr Mann Jared Kushner sollen ihren Personenschützern und -schützerinnen in den letzten vier Jahren den Zugang zu den Toiletten ihres Anwesens in Washington verwehrt haben. Die teure Notlösung sollen die Steuerzahlenden finanziert haben. 

Die "Washington Post", die das "Klo-Gate" aufgedeckt haben will, berichtet von extremen Schwierigkeiten der Secret-Service-Agenten bei der Suche nach einem Badezimmer. Das hätten verschiedene Quellen innerhalb der Behörde preisgegeben. 

Als Tochter des US-Präsidenten und als einer seiner engsten Berater seien Ivanka Trump und Jared Kushner in den letzten Jahren ständig von Personenschützern und -schützerinnen umgeben gewesen. Die sechseinhalb Badezimmer des Ehepaares hätten die Mitarbeitenden in ihrer Arbeitszeit aber nicht nutzen dürfen, heißt es. Bei der Suche nach Alternativen wurden dabei offenbar über Monate verschiedene Lösungen ausprobiert. 

So habe man unter anderem eine Toilette in der Garage des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama genutzt, eine weitere im Anwesen von Vize-Präsident Mike Pence und sogar mobile Dixie-Klos. Im September 2017 sei schließlich ein dauerhafter Zugang zu Toiletten geschaffen worden. Nur: Das habe viel Geld gekostet. 

Für die Alternativ-Lösung kamen Steuerzahlende auf

Wie die "Washington Post" herausgefunden haben will, habe die Sicherheitsbehörde eine komplette Wohnung angemietet, damit die Mitarbeitenden des Secret Service dort auf die Toilette gehen können. Mietkosten: um die 3000 US-Dollar. Bis heute seien so Ausgaben von rund 100.000 US-Dollar zusammengekommen, der Mietvertrag laufe noch bis September. 44.000 US-Dollar kämen bis dahin noch dazu, finanziert mithilfe der Steuern der Bürger und Bürgerinnen. 

Im Weißen Haus will man davon derweil nichts wissen. Gegenüber der "Washington Post" dementierte ein Sprecher die Schilderungen des Secret Service. Ivanka Trump und Jared Kushner hätten den Personenschützerinnen und -schützern demnach nicht den Zugang zu Toiletten verwehrt. Der Wunsch, ein Klo außerhalb des Hauses aufzusuchen, sei vielmehr von den Mitarbeitenden des Secret Service selbst ausgegangen. 

Quelle: "Washington Post"

reb

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