Schlesinger-Affäre Der RBB hat unter Patricia Schlesinger hart gespart – an freien Mitarbeitern. Von einem Skandal im Skandal

Die Führungsriege des RBB hat es sich über Jahre gut gehen lassen. An den Mitarbeitern sparte sie. Das hat nun Konsequenzen.
Die Führungsriege des RBB hat es sich über Jahre gut gehen lassen. An den Mitarbeitern sparte sie. Das hat nun Konsequenzen.
© Monika Skolimowska/dpa
RBB-Intendantin Patricia Schlesinger wird Veruntreuung vorgeworfen. Sie räumte ihren Posten. Besonders fassungslos bleiben nun freie Mitarbeiter zurück. Bei denen wurde in den vergangenen Jahren so sehr gespart, dass viele ihre Existenzgrundlage verloren.

Dienstag, 9. August, 10 Uhr. In einem virtuellen Konferenzraum des RBB warten 1000 Mitarbeiter des Senders auf Antworten. Ihre Intendantin Patricia Schlesinger ist zurückgetreten. Die Gründe sind bekannt: Vorwürfe der Untreue und Vorteilsannahme. Die Frage ist "Wie geht es weiter?". Hagen Brandstäter, stellvertretender Intendant, macht sein Mikro an. In den folgenden drei Stunden entlädt sich die Wut und Empörung der RBB-Belegschaft, die zu einem großen Teil aus freien Mitarbeitern besteht. Vor allem an ihnen wurde unter Schlesinger gespart: Die Führungsriege kürzte Budgets, schloss ganze Abteilungen und zahlte sich als Belohnung offenbar fette Boni aus. Wie es dazu kommen konnte? Mitarbeiter sprechen von einem Klima der Angst.


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