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+++ US-Wahl im Ticker +++ Trump weiß noch nicht, ob er Wahlergebnis anerkennt

US-Wahl: Donald Trump konnte in in New Hampshire einen Mini-Sieg verbuchen
US-Wahl: Donald Trump konnte in in New Hampshire einen Mini-Sieg verbuchen
© Jeff Kowalsky/AFP
Präsidentin Hillary Clinton oder Präsident Donald Trump - nun haben die Wähler das Wort. Am 8. November entscheidet Amerika, wer Obamas Nachfolge antreten wird. Die neuesten Ereignisse zur US-Wahl im stern-Ticker.

Die neuesten Entwicklungen der US-Wahl für Sie im Überblick.

+++ Liebe Leser, an dieser Stelle schalten wir vom Newsticker um auf unseren Live-Blog. Von jetzt an finden Sie hier alles zur US-Wahl. +++

+++ 19.23 Uhr: Trump lässt weiter offen, ob er Wahlergebnis anerkennt +++

Donald Trump hat sich noch immer nicht darauf festgelegt, dass er das Ergebnis auch im Fall seiner Niederlage anerkennt. "Ich will sehen, was passiert", sagte er CNN zufolge in einem Interview. "Man muss es sehen. Man hört so viele schreckliche Geschichten und man sieht so viele Sachen, die falsch sind. Also werden wir uns das anschauen. Gewiss liebe ich dieses Land und glaube an das System, versteht sich." Im Wahlkampf hatte Trump wiederholt erklärt, dass das Wahlsystem "gezinkt" sei.

+++ 19.11 Uhr: Amerikaner wählen nicht nur Präsidenten +++

Gründe zur Wahl zu gehen, gibt es viele. Neben einem neuen Präsidenten oder der ersten Präsidentin können die US-Amerikaner in drei Bundesstaaten außerdem über die Todesstrafe abstimmen: in Kalifornien, Nebraska und Oklahoma.

+++ 18.57 Uhr: Probleme mit Wahl-Automaten in Utah +++

Im US-Bundesstaat Utah machen die Wahlautomaten Probleme. In Washington County müssen die Wähler laut der ansässigen Wahlbehörde ihre Stimme doch per Papierzettel abgeben, da die eigentlich vorgesehene elektronische Wahl aufgrund von Programmierschwierigkeiten nicht möglich sei. Vermutlich seien Zehntausende betroffen.

+++ 18.23 Uhr: Clinton und ihre Team werben mit Viral-Trend für die Wahl +++

Hillary Clinton und ihr gesamter Wahlkampfstab haben mit einem viralen Trend zur Wahl aufgerufen: Im Flugzeug nach New York beteiligten sie sich an der #MannequinChallenge: Clinton erstarrte eine Minute lang als Schaufensterpuppe. Der Aufruf dazu: "Steht nicht still!"   

+++ 17.45 Uhr: Mike Pence kommt mit Fahrrad zur Wahl +++

Nach Clinton und Trump hat nun auch  nun hat auch Mike Pence gewählt. Der Kandidat für den Vizepräsidenten unter einem Präsident Trump gab seine Stimme in Indianapolis ab. Er ist Gouverneur im US-Bundesstaat Indiana und kam dort lässig mit dem Fahrrad zur Wahl.

+++ 17.10 Uhr: Wen wählt Melania Trump? +++

Trump scheint sich nicht sicher zu sein, ob er seine eigene Frau eigentlich überzeugt hat. Als Melania Trump ihre Stimme abgibt, schaut er genau zu:

+++ 17.02 Uhr: Trump gibt seine Stimme ab +++

Nachdem Clinton ihre Stimme bereits abgegeben hatte, kommt nun auch Trump im Wahllokal an. CNN berichtet, er sei von Wählern, die vor dem Lokal anstanden, mit Buh- und Jubel-Rufen gleichermaßen begrüßt worden.

Bevor er selbst wählte, drückte er einem fremden Kind im Wahllokal einen Geldschein als Geschenk in die Hand. 

+++ 16.49 Uhr: Clinton gewinnt in Guam +++

Mit großer Mehrheit hat Hillary Clinton die Abstimmung auf der kleinen US-Insel Guam gewonnen. Das berichtet "USA Today". Demnach erhielt Clinton von 32.071 Wählern 71,63 Prozent der Stimmen. Republikaner Donald Trump dagegen bekam nur 24,16 Prozent der Stimmen. Ein Sieg in Guam zählt erfahrungsgemäß als verlässliche Vorhersage für einen Gesamtsieg: Bisher haben die Einwohner der Insel jedes Mal jenen Kandidaten gewählt, der später auch Präsident wurde - seit 1984. Das Gebiet liegt westlich der Datumsgrenze, 15 Stunden vor der Eastern Standard Zeitzone und bezeichnet sich selbst als Ort, "wo Amerikas Tag beginnt."

+++ 16.41 Uhr: Feministinnen protestieren oben ohne in Trumps Wahllokal +++

Zwei junge Frauen haben oben ohne im Wahllokal von Donald Trump gegen dessen frauenverachtende Äußerungen protestiert. Die Aktivistinnen der Frauenrechtsbewegung Femen rissen sich vor Dutzenden Augenzeugen ihre Oberteile vom Leib und stellten mit schwarzer Farbe gepinselte Slogans zur Schau, wie die "New York Daily News" berichtet. Eine hatte "Kein Hass bei meiner Wahl" auf ihre Brust geschrieben ("Hate out of my polls"). Sie forderten den 70-jährigen Immobilienmilliardär im Sprechchor dazu auf, sich doch selbst in den Schritt zu greifen, statt ihre Brüste zu begrapschen ("Grab your balls, Off my boobs!").

Hintergrund sind vulgäre Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005, die vor vier Wochen in einem Video enthüllt wurden. Darin sagt Trump, als Star könne er sich bei Frauen alles erlauben und sie selbst zwischen den Beinen begrapschen.

+++ 15.33 Uhr: Große US-Zeitungen zu den Wahlen ohne Bezahlschranke +++

Die Online-Angebote der drei großen US-Zeitungen "New York Times", "Washington Post" und "Wall Street Journal" lassen während der Präsidentschaftswahl ihre Bezahlschranke fallen. Die Chefredaktionen begründeten dies damit, dass Interessierte das bestmögliche Informationsangebot zur Verfügung haben sollten. Das freie Angebot gelte bis einschließlich Mittwoch.

+++ 15.19 Uhr: US-Wähler fürchten Einschüchterung aus Trump-Lager +++

Zu den Ängsten der US-Wähler zählen neben langen Warteschlangen vor den Wahlbüros auch Einschüchterung aus dem Trump-Lager. Das berichtet die "Washington Post". Demnach fürchten Wahlbeobachter vor allem, von Trump-Anhängern belästigt zu werden. Republikaner hätten dazu aufgerufen, Wahllokale und Wähler zu beobachten, um Betrug zu verhindern. Wahlhelfer in Pennsylvania und Arizona haben daher sogar Regeln ausformuliert, in denen sie festhalten, dass bedrohliches Verhalten gegenüber Wählern verboten ist. Zudem legen sie Pufferzonen um die Wahllokale herum fest.

+++ 14.55 Uhr: Merkel sieht mögliche Wahl Clintons als Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung +++

Kanzlerin Angela Merkel hat Sympathie dafür durchblicken lassen, dass auch in den USA erstmals eine Frau an die Regierungsspitze treten könnte. Merkel sagte auf die Frage, was es bedeutete, wenn es nach ihr und den Premierministerinnen Theresa May in Großbritannien und Erna Solberg in Norwegen auch eine US-Präsidentin Hillary Clinton gäbe: "Dann kommen wir dem Gleichgewicht von Frauen und Männern in führenden Positionen etwas näher." Die Kanzlerin betonte nach einem Gespräch mit Solberg, der Wahltag sei "ein großer Tag der Demokratie" in den USA. "Und wir werden mit Spannung das Ergebnis abwarten." Solberg sagte mit Blick auf eine mögliche Wahl Clintons, vielleicht wäre dies auch inspirierend für junge Frauen, die Politik nicht nur als etwas zu begreifen, das den Männern gehört. Es gebe aber kein "Freundinnen-Netzwerk auf Weltniveau, die die Welt beherrschen wollen".

+++ 14.20 Uhr: Sohn von Donald Trump gibt seine Stimme ab +++

"Es ist eine unglaubliche Ehre, für meinen Vater zu stimmen. Er wird einen großartig Job für die USA machen!", verkündet Eric Trump via Twitter und postet dazu das Bild seines ausgefüllten Stimmzettels. 

+++ 14 Uhr: Hillary Clinton hat gewählt +++

Hillary Clinton hat in New York ihre Stimme abgegeben. 

+++ 12.54 Uhr: John Legend nennt Clinton "außergewöhnlich qualifiziert" +++

US-Musiker John Legend macht auf Twitter Last-Minute-Wahlwerbung für Clinton: "Donald Trump ist für das Präsidentenamt ungeeignet. Glücklicherweise gibt es eine außergewöhnlich qualifizierte Kandidatin @Hillary Clinton", schreibt der Oscarpreisträger.

+++ 12.21 Uhr: Moskau moniert Behinderung russischer Wahlbeobachter +++

Russland kritisiert Vorfälle unter anderem in Houston, bei denen russischen Diplomaten in den vergangenen Tagen die Beobachtung in Wahlbüros verwehrt worden sein soll. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow verurteilt dies der Agentur Ria Nowosti zufolge als nicht hinnehmbar. Das Ministerium hat der US-Botschaft in Moskau bereits eine Protestnote übergeben und angekündigt, US-Diplomaten bei kommenden Wahlen in Russland ebenfalls den Zugang zu verweigern.

Einen Neustart des zerrütteten Verhältnisses zu den USA nach der Wahl schließt Russland dennoch nicht aus. "Wir werden bereit sein, uns für die Entwicklung und Wiederherstellung der Beziehungen so weit zu bewegen, wie es unsere amerikanischen Partner bereit sein werden", erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Präsident Wladimir Putin habe mehrfach bekräftigt, dass er am Kontakt zu Washington interessiert sei. Einen Kommentar Putins zur US-Wahl werde es erst nach Bekanntgabe der Ergebnisse geben.

+++ 11.50 Uhr: Auch Trump verbucht Mini-Sieg in New Hampshire +++

Bei der traditionellen mitternächtlichen Abstimmung in drei Örtchen im US-Bundesstaat New Hampshire lag der Republikaner Trump in der Nacht mit insgesamt 32 zu 25 Stimmen gegen die Demokratin Clinton in Führung.

+++ 11 Uhr: Clinton zurück in New York +++

Mitten in der Nacht (Ortszeit) ist Hillary Clinton in New York angekommen. Sie zeigte sich demonstrativ gut gelaunt. Begleitet wurde sie vom Ehemann Bill Clinton.

+++ 10.30 Uhr: Clinton und Trump beenden US-Wahlkampf +++

US-Präsidentschaftskandidaten haben den Wahlkampf abgeschlossen. Die Demokratin Hillary Clinton trat in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) zusammen mit Popstar Lady Gaga in Raleigh (US-Bundesstaat North Carolina) vor ein begeistertes Publikum. Ihr republikanischer Kontrahent Donald Trump schloss den Wahlkampf mit Auftritten in fünf wichtigen Staaten ab - der letzte Auftritt war in Grand Rapids (Michigan).

+++ 9.45 Uhr: Perus Schamanen mobilisieren alte Gottheiten zugunsten Clintons +++

Mag die Welt angesichts des knappen Rennens zwischen Hillary Clinton und Donald Trump auch den Atem anhalten - für die Schamanen in Peru ist die Wahl bereits gelaufen. Die Anhänger der Naturreligion kamen am Ufer des Pazifiks zusammen, um magische Kräfte zu mobilisieren und den Sieg der Kandidatin Clinton mit Hilfe indianischer Gottheiten wie Pachamama und Yacumama sicherzustellen. "Trumps Karma ist negativ", sagte der schamanische Großmeister Félix Mejía. "Wir haben ihn mit dem Salz und Sand des Meeres bestraft, er wird nicht Präsident werden", zeigte er sich überzeugt. Mit seinen Glaubensbrüdern hatte Mejía zuvor ein Foto des Rechtspopulisten rituell beschmiert. 

+++ 7.20 Uhr: "The Times": Der Trumpismus wird weiterleben +++

Zur Präsidentschaftswahl in den USA meint die Londoner "Times" am Dienstag: 

"Sollte Donald Trump gewinnen, wird der Himmel nicht einstürzen. Er mag rücksichtslos wirken, aber wahrscheinlich wird er pragmatischer auftreten, wenn er an der Macht ist und von vielen seiner unbedachten Wahlkampfäußerungen Abstand nehmen. In jedem Fall ist das System, das diese beiden Kandidaten hervorbrachte, größer als jeder von ihnen. (...)

Wer immer gewinnt, der Trumpismus wird weiterleben. Seine lautstärksten Anhänger sind ältere weiße Männer, die sich überrollt fühlen von den schnellen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die Amerika verändern. Der nächste US-Präsident kann es sich nicht leisten, ihre Sorgen auszublenden, denn sie werden mit neuer Schlagkraft zurückkehren."

+++ 6.30 Uhr: Auftakt der US-Wahl in Dorf Dixville Notch+++

Das winzige Dorf Dixville Notch im Nordosten der USA hat den Wahltag in den USA eingeläutet. Kurz nach Mitternacht Ortszeit fand in dem Ort im Neuenglandstaat New Hampshire die Präsidentenwahl statt. Dabei entfielen vier Stimmen auf die frühere Außenministerin Hillary Clinton, zwei Stimmen auf den Immobilienmilliardär Donald Trump und eine Stimme auf den Drittkandidaten Gary Johnson. Ein achter Wähler war offenbar mit dem Angebot unzufrieden und schrieb den Namen des früheren republikanischen Kandidaten Mitt Romney auf den Wahlzettel.

+++ 6 Uhr: Großkundgebungen zum Ende des Wahlkampfs +++

Mit Großkundgebungen der Kandidaten hat der von scharfer Polarisierung geprägte Wahlkampf in den USA am Montagabend (Ortszeit) sein Finale erreicht. Die Demokratin und der Rechtspopulist sprachen einander die Eignung für das Präsidentenamt rundweg ab und machten deutlich, dass ihre Vorstellungen über die künftige Rolle der USA in der Welt radikal auseinandergehen. 

Die letzten Auftritte der Kandidaten ließen die Unterschiede in Stil und Substanz klar hervortreten. Clinton lud zum Wahlkampffinale mit Prominenz aus Politik und Showgeschäft nach Philadelphia. Dort sprach sie von Versöhnung und vom Willen zur Zusammenarbeit nach dem brutal ausgetragenen Wahlkampf. Trump schlug in seinen Auftritten einen aggressiven Ton an und zeichnete ein düsteres Bild der USA, deren Politik er als durchweg korrupt charakterisierte.

jen/ivi AFP DPA

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