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Wahl in Bayern Desaster für die CSU


Die CSU hat bei der Bundestagswahl eine weitere schwere Schlappe erlitten: Unter ihrem Vorsitzenden Horst Seehofer fiel die Partei auf 41 Prozent. Ex-Parteichef Huber sprach von einem "Desaster."

Nach der Schlappe bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr hat die CSU bei der Bundestagswahl am Sonntag in Bayern erneut schwere Verluste erlitten. Zwischenzeitlich fielen die Christsozialen auf 41 Prozent. Beim vorläufigen amtlichen Endergebnis lagen sie dann wenigstens bei 42,6 Prozent, schnitten damit aber immer noch schwächer ab als bei der Landtagswahl 2008, als sie 43,4 Prozent erreicht hatten. Bei der Bundestagswahl 2005 war die CSU noch auf 49,2 Prozent gekommen.

CSU-Chef Horst Seehofer bezeichnete die drastischen Verluste seiner Partei bei der Bundestagswahl als enttäuschend. "Unser Abschneiden der CSU in Bayern ist nicht zufriedenstellend", sagte Seehofer am Abend. "Das ist insgesamt enttäuschend." Seehofer wollte keine personellen Konsequenzen ziehen. "Ich bin jedenfalls fest entschlossen, alles zu tun, dass wir das verlorene Vertrauen der Bevölkerung hier in Bayern so schnell wie möglich mit einer neuen Regierung in Berlin zurückerobern." Er sagte Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel zu, "dass wir sie voll unterstützen werden".

Der frühere CSU-Chef Erwin Huber hat das Wahldebakel seiner Partei bei der Bundestagswahl als Katastrophe bezeichnet. "Das ist nicht nur eine Niederlage, das ist ein Desaster", sagte er am Sonntagabend in München. "Die CSU verliert einen Nimbus." Die CSU brauche nun mehr Miteinander und mehr Abstimmung. "Ich glaube, dass wir im letzten Jahr ein bisschen zu viel Hektik hatten."

Die SPD stürzte noch weiter ab. Sie landete in Bayern bei 17,0 Prozent. Dies waren 1,6 Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl vor einem Jahr. Damals waren die Sozialdemokraten auf 18,6 Prozent gekommen. Bei der Bundestagswahl 2005 waren es 25,5 Prozent gewesen.

Die FDP erzielte als drittstärkster Partei in 15,0 Prozent. Die Grünen erreichten mit 10,8 ein zweistelliges Ergebnis, die Linken übersprangen mit 6,7 die 5- Prozent-Marke.

DPA DPA

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