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Gesundheitsminister gibt Reisetipps Spahn ruft Bürger auf: Herbst- und Weihnachtsurlaub in Deutschland verbringen

Sehen Sie im Video: Jens Spahn – bei Reisen aus Risikogebieten mindestens 10 Tage Quarantäne.




Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister (CDU) "Dabei konnten wir uns darauf einigen, dass nach Reisen aus Risikogebieten eine generelle Quarantäne von mindestens 10 Tage angezeigt ist. Einige Staaten wollten sich die Möglichkeit erhalten, auch über 10 Tage hinauszugehen. Aber mindestens 10 Tage war der von allen mitgetragene Konsenz an dieser Stelle. Etwas umstrittener ist die Frage, und die werden wir noch weiter bearbeiten, ob es möglich sein soll, durch ein negatives Testergebnis nach fünf Tagen auch europaweit im gemeinsamen Ansatz die Quarantäne zu verkürzen... Dass wir dann eben entschieden haben, nicht jeder kauft für sich Impfstoffe und sichert Impfstoffe, sondern wir machen das zusammen mit der Europäischen Kommission. Dafür garantieren wir schon heute den Unternehmen, mit denen verhandelt wird, einen Preis für den Fall, dass es zu einer Zulassung kommt. Wir gehen schon in eine Vorfinanzierung von Produktion und Entwicklung, damit auch sichergestellt ist, dass - wenn es zur Zulassung kommt - dass dann sehr zügig auch Versorgung mit den ersten Dosen zum Impfen sichergestellt werden kann... Wir brauchen eine zustätztliche Finanzierung von bis zu 750 Millionen Euro. Ich habe deutlich gemacht, dass wir uns als Deutschland vorstellen können, auch bezogen auf unsere wirtschaftliche Stärke, unseren Beitrag zu leisten, viele andere Staaten haben das grundsätzlich auch. Und jetzt werden wir das in den nächsten Tagen das eben konkret machen dann auch in dem Commitment, wie man dann in einem solchen Rat sagt, dass dann verbindlich abzugeben ist. Klar ist, das Ziel ist: Wenn es einen Imfpstoff gibt, soll er für alle EU-Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen fair zugänglich sein."
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Nur nicht zu weit weg, so lautet die Devise, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag für die nächsten Schulferien ausgebeben hat. Statt einer Reise ins Ausland rät er, "die Schönheit Deutschlands zu genießen".

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie eindringlich aufgerufen, Herbstferien und Weihnachtsurlaub in Deutschland zu verbringen. Man habe beim Winterurlaub in Ischgl und im Sommerurlaub gesehen, dass "zumindest bestimmte Arten von Reisen und Urlaub Risiken mit sich bringen und Infektionen mit zurück nach Deutschland bringen, sagte Spahn am Samstag in Berlin. "Das haben wir mit großem Aufwand, aber jetzt für diese Reiserückkehrer-Situation gut in den Griff bekommen."

Zugleich appellierte Spahn an die Menschen: "Aber vielleicht schaffen wir es ja auch alle zusammen, mal für den Herbsturlaub und vielleicht auch gleich für den Weihnachtsurlaub mit, nicht so weit zu fahren. Sondern einfach mal die Schönheit Deutschlands zu genießen." Der Minister fügte hinzu: "Das macht's uns allen, übrigens auch den Gesundheitsämtern vor Ort, deutlich leichter."

Kein rasches Ende der Corona-Pandemie

Spahn machte erneut klar, dass er nicht mit einem raschen Ende der Corona-Pandemie rechnet. Er sei aber zuversichtlich, dass man in sechs Monaten noch besser damit umgehen könne, eine Balance zu finden zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und soviel Alltag wie möglich. "Wir werden bis dahin wahrscheinlich Schnelltests verfügbar haben, was für all die Veranstaltungen, über die wir gerade gesprochen haben, einen großen Unterschied macht."

Zudem werde man "möglicherweise in sechs Monaten eine Idee davon haben, dass Impfstoffe dann auch bald verfügbar sind". Man werde Tag für Tag und Monat für Monat besser wissen, wie man mit dem Virus umgehen müsse.

Spahn stellte in Berlin gemeinsam mit der Vorsitzenden der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), den "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" vor. Der Bund stellt den Ländern dafür bis zum Jahr 2026 insgesamt 4 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit soll beispielsweise die Digitalisierung und Vernetzung der Gesundheitsämter gestärkt werden. Bis Ende 2022 soll es mindestens 5000 neue und unbefristete Vollzeitstellen in dem Bereich geben.

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tib DPA

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